Sharon Osbourne will toten Ozzy per KI zurückholen

    Nicola Wittwer
    Nicola Wittwer

    Grossbritannien,

    Im Juli 2025 verstarb Ozzy Osbourne im Alter von 76 Jahren. Seine Familie will ihn nun weiterleben lassen – als KI.

    Sharon Osbourne Ozzy Osbourne
    Ozzy und Sharon Osbourne im Jahr 2018. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ozzy Osbournes Frau und Sohn planen ein KI-Projekt.
    • Die Rock-Legende soll auf diese Art digital weiterleben.
    • Es gehe nicht um Geld, sagt Sharon Osbourne.

    Sharon (73) und Jack Osbourne (40) wollen den im letzten Jahr verstorbenen Ozzy Osbourne (†76) mittels KI digital weiterleben lassen.

    Dazu planen die Ehefrau und der Sohn der Rock-Legende gemeinsam mit einem Virtual-Entertainment-Unternehmen einen KI-gesteuerten Avatar.

    Sharon Osbourne Ozzy Osbourne
    Sharon Osbourne will ihren verstorbenen Ehemann Ozzy Osbourne digital weiterleben lassen. - keystone

    Das Projekt stösst auf Kritik – gegen die sich Sharon und Jack in ihrem Podcast «The Osbournes» wehren.

    «Nicht so tun, als wäre er noch am Leben»

    «Die Technologie entwickelt sich weiter», rechtfertigt sich Sharon Osbourne. «Wenn mir jemand vorwirft, ich würde nur auf Geld aus sein – nein. Sie kennen meinen Mann nicht. Ich kenne meinen Mann. Und mein Mann sagte mir immer wieder: ‹Wie lange glaubst du, wird man sich an mich erinnern?›»

    Mit dem KI-Avatar will Ozzy Osbournes Familie sein Vermächtnis am Leben erhalten. Laut Sharon seien auch die Enkelkinder ein Grund dafür.

    Ozzy Osbourne
    «Ich weiss, dass er dafür gewesen wäre», sagt Ozzy Osbournes Sohn Jack über das KI-Projekt. - keystone

    Jack Osbourne erklärt im Podcast, dass die KI «geschlossen» sein werde. Damit solle die Familie den Input kontrollieren können – die KI werde nicht mit dem Internet verbunden.

    Stattdessen basiere sie auf einer Datenbank, die «nur Informationen enthält, die entweder mein Vater gesagt hat oder die korrekt über ihn geschrieben wurden».

    Jack stellt klar: «Für mich geht es nicht darum, so zu tun, als wäre er noch am Leben. Es geht darum, sicherzustellen, dass er nie vergessen wird.»

    Ozzy Osbourne «wird digital als er selbst existieren»

    Ozzys KI-Avatar werde «geschmackvoll» sein, sagt der Sohn weiter – und scheinbar auch in dessen Willen: «Wir haben tatsächlich darüber gesprochen, bevor er gestorben ist, so etwas zu machen. Ich weiss, dass er dafür gewesen wäre.»

    Findest du die KI-Idee der Osbournes gut?

    Im Mai wurde die Ozzy-Osbourne-KI bei der Licensing Expo in Las Vegas bereits vorgestellt. Sohn Jack war begeistert: «Er wird digital als er selbst existieren, so lange wir Computer haben.»

    Die Technologie habe sich so weit entwickelt, «dass es fast schon wie Drag-and-Drop funktioniert», soll Jack bei der Veranstaltung laut «People» gesagt haben.

    Man könne eine Vorlage für einen Werbespot erstellen und «buchstäblich vorgeben, was Digital-Ozzy in diesem Werbespot tun soll, und es dann einfach einfügen. So einfach ist das mittlerweile.»

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    Kommentare

    User #3892 (nicht angemeldet)

    Da gehts um viel Geld

    User #5598 (nicht angemeldet)

    Vielleicht sollte sie sich Hilfe holen bei der Trauerarbeit und loslassen können. Solange er in ihrem Herzen ist, ist er immer bei ihr, da ändern aber auch Monumente, Poster o.ä. nichts.

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