Rapper Haftbefehl ist auf einer Intensivstation in der Schweiz
Neue Details zum Absturz von Rapper Haftbefehl (40): Er soll bis zu 30 Gramm Kokain konsumiert haben. Behandelt wird er offenbar in einem Schweizer Spital.

Das Wichtigste in Kürze
- Haftbefehl (40) soll Anfang Oktober bis zu 30 Gramm Kokain konsumiert haben.
- Laut der «Bild»-Zeitung liegt der Rapper auf einer Intensivstation in der Schweiz.
- Die Familie berichtet, dass der Künstler aus dem Koma geholt wurde.
Rapper Haftbefehl (bürgerlich Aykut Anhan, 40) liegt nach einer schweren Drogenkrise auf einer Intensivstation – offenbar in der Schweiz. Das berichtet die «Bild» unter Berufung auf Informationen aus dem Umfeld des Musikers. Wo genau er behandelt wird, geht aus dem Bericht nicht hervor.
Anfang Oktober soll Haftbefehl nach massivem Kokainkonsum über Unwohlsein geklagt haben. Laut dem Bericht soll er bis zu 30 Gramm der Droge konsumiert haben. Es habe akute Lebensgefahr bestanden, die behandelnden Ärzte hätten zeitweise nicht gewusst, ob er überlebt. Er soll deshalb ins künstliche Koma gelegt und beatmet worden sein.
Inzwischen soll sich sein Zustand etwas gebessert haben. Der Rapper sei aus dem Koma geholt worden, werde nicht mehr künstlich beatmet und könne wieder sitzen und gehen. Mehrere Angehörige seien bei ihm, einige wurden laut «Bild» beim und im Spital gesehen.
«Er ist wieder da, er ist auf dem Wege der Besserung. Nun muss man abwarten, was die Ärzte sagen, wie seine Werte sich entwickeln», sagte ein Sprecher der Familie zu «Bild».
Alle geplanten Konzerte wurden abgesagt
Für Haftbefehls Karriere hat die Krise Folgen. Am 15. Oktober hätte er in Düsseldorf auftreten sollen, alle geplanten Konzerte sind abgesagt. Sein Musik-Comeback liegt damit auf Eis.
Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte er am 20. September in Frankfurt.

Sein Bruder Cem Anhan alias Capo (35) hatte am Sonntagabend in den sozialen Medien auf die Lage hingewiesen. «Mein Bruder kann gerade selbst nicht zu Euch sprechen. Er befindet sich aktuell unter ärztlicher Aufsicht und muss sich gerade voll und ganz auf seine Gesundheit konzentrieren», schrieb er.
Haftbefehl hat jeden Tag 20 Gramm konsumiert
Haftbefehl hat seine Kokainsucht selbst öffentlich gemacht. In der Netflix-Dokumentation «Babo – Die Haftbefehl-Story» von 2025 sprach er offen über Sucht und Absturz. Er nehme die Droge seit seinem 13. Lebensjahr.
Auch eine frühere Überdosis mit Reanimation schilderte er: «Ich war praktisch tot.» Es folgten Jahre der Abhängigkeit mit mehreren Rückfällen und Entzügen.
Im RTL+-Podcast, den er mit seiner Ehefrau Nina Anhan betreibt, erzählte er Anfang 2026 vom Ausmass seines Konsums. Er habe «drei Jahre lang jeden Tag 20 Gramm Kokain» genommen. Das habe ihn monatlich rund 15'000 Euro gekostet.

Die Menge von 30 Gramm ist laut «Bild» auch vor diesem Hintergrund erschütternd. Bei langjährigen Hochkonsumenten beschrieben Experten zwar eine Gewöhnung an die Wirkung. Sie könne dazu führen, dass Betroffene Mengen nehmen, die für andere längst tödlich wären. Gleichzeitig steige mit den Jahren das Risiko schwerer Organschäden.












