R. Kelly soll nicht in Deutschland auftreten

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    Deutschland,

    Nach den schweren Vorwürfen gegen R. Kelly unterzeichnen tausende Menschen eine Petition gegen Auftritte des Sängers in Deutschland.

    R. Kelly bei den BET Awards.
    R. Kelly wird in Deutschland boykottiert. Seine Konzerte drohen abgeblasen zu werden. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • R. Kelly steht unter dem Verdacht, über Jahre Minderjährige missbraucht zu haben.
    • Eine Petition soll zwei Konzerte des Sängers in Deutschland verhindern.

    Tausende Menschen haben in den vergangenen Tagen eine Online-Petition gegen zwei Deutschland-Konzerte des Musikers R. Kelly unterschrieben. Bis zum Donnerstagabend hatten bereits fast 5000 Menschen ihren Namen unter die Online-Petition gesetzt, um die Konzerte in Hamburg und in Ludwigsburg (D) im April zu verhindern. Mehrere deutsche Medien hatten zuvor über die Petition berichtet.

    Gegen den R&B-Künstler («I believe I can fly») waren Anfang Januar der amerikanischen TV-Dokumentation «Surviving R. Kelly» Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erhoben worden. Die Vorwürfe reichen bis in die 90er Jahre zurück. Kelly hat die Vorwürfe mehrfach abgestritten.

    Eine Petition gegen R. Kelly-Konzerte.
    Die Petition gegen R. Kelly-Konzerte. - change.org

    Unter dem Titel «#RKELLYSTUMMSCHALTEN - Sexualverbrechern keine Bühne geben» will die Petition nun erreichen, dass die beiden Deutschland-Konzerte des Musikers abgesagt werden.

    In Hamburg hat das Bezirksamt Hamburg-Nord einen Vertrag mit dem Veranstalter für das Konzert in der Sporthalle abgeschlossen. Damit sei die Behörde vertraglich gebunden, sagte ein Sprecher dazu. Sie sehe derzeit auch keine rechtliche Handhabe, den Vertrag einseitig zu kündigen.

    «Es obliegt dem deutschen Veranstalter die Wertung, ob es opportun erscheint, das Konzert wie geplant am 14. April stattfinden zu lassen», hiess es weiter. In die Hamburger Sporthalle passen dem Bezirksamt zufolge bis zu 7000 Besucher. Die Veranstalter der beiden Konzerte waren zunächst nicht zu erreichen.

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