Er war einer der bedeutendsten Komponisten des 19. Jahrhunderts. Eine neu gegründete Gesellschaft will seiner gedenken, sein Ruf leidet unter antijüdischen Ressentiments.
Der Komponist Giacomo Meyerbeer. Foto: DB/dpa
Der Komponist Giacomo Meyerbeer. Foto: DB/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Erinnerung an den deutsch-jüdischen Komponisten Giacomo Meyerbeer (1791-1864) will sich eine neue «Giacomo-Meyerbeer-Gesellschaft» widmen.

Die Gründungsmatinee soll am 5. September anlässlich des 230. Geburtstages des Komponisten in der Deutschen Oper Berlin stattfinden, wie die Gesellschaft am Sonntag mitteilte.

Der nahe Berlin geborene Meyerbeer war einer der bedeutendsten Komponisten des 19. Jahrhunderts und gilt mit Werken wie «Die Hugenotten» und «Der Prophet» als Hauptvertreter der französischen «Grand Opéra». Bis heute leide sein Ruf unter antijüdischen Ressentiments, die unter anderem der Komponist Richard Wagner befördert habe und die von den Nationalsozialisten fortgeführt worden seien, hiess es. Seit einiger Zeit öffneten sich grosse Opernhäuser wieder für seine Musik.

Schirmherr der neuen Gesellschaft ist der Intendant der Deutschen Oper, Dietmar Schwarz. Sein Haus hatte bereits ab 2014 einen grossen Meyerbeer-Zyklus aufgeführt.