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    Mit elektrischer Kutsche: ARD dreht Diversity-Märchenfilm

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    Italien,

    «Die verkaufte Prinzessin» ist keine klassische Märchen-Verfilmung: Die Geschichte wird frei nach alten bayerischen Sagen erzählt – und klingt modern an. Gedreht hat die ARD in Südtirol.

    Die Schauspieler und Schauspielerinnen Pasquale Aleardi (Fürst Rudolf, l-r), Langston Uibel (Rudolph), Kristin Alia Hunold (Sophia) und Judith Neumann (Melisa) lächeln während einer Drehpause beim Film «Die verkaufte Prinzessin».
    Die Schauspieler und Schauspielerinnen Pasquale Aleardi (Fürst Rudolf, l-r), Langston Uibel (Rudolph), Kristin Alia Hunold (Sophia) und Judith Neumann (Melisa) lächeln während einer Drehpause beim Film «Die verkaufte Prinzessin». - Ursula Düren/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Einen ganz besonderen Märchenfilm hat die ARD in Südtirol gedreht.

    Langston Uibel («How to Sell Drugs Online (Fast)») und Judith Neumann («Die Kanzlei») standen in den vergangenen Tagen mit Pasquale Aleardi («Kommissar Dupin»-Reihe) und Kristin Alia Hunold («Die Eifelpraxis») beim Schloss Enn in der Nähe von Bozen vor der Kamera.

    «Die verkaufte Prinzessin» ist keine klassische Märchen-Verfilmung, sondern ein Stoff frei nach alten bayerischen Sagen mit modernen Anklängen. Unter anderem kommt eine Kutsche ohne Pferde vor, die schon vor über 100 Jahren einen Elektromotor besass. Damals war in Deutschland mit E-Autos experimentiert worden.

    Worum es geht? «Melisa (Judith Neumann) hat den weiten Weg vom Meer in die Berge auf sich genommen, weil sie, wie schon ihr Grossvater, im Bergwerk arbeiten möchte», so der zuständige Bayerische Rundfunk (BR). «Um diesen Traum zu verwirklichen, gibt sie sich als junger Mann namens Mathis aus. Als sie ein kleines Fürstentum erreicht, in dem sie Arbeit finden will, gerät sie in ein Ränkespiel.» Stefanie Baumann, beim BR für die Redaktion zuständig, erläuterte: «Natürlich sind die Märchen-Elemente alle enthalten. Aber dadurch, dass wir die Möglichkeit hatten, alles zu entwickeln, ist es in einer moderneren Form. Welten wandeln sich. Ein Mädchen muss sich als Junge verkleiden, weil er/sie meint, nur so sein Schicksal in die Hand nehmen zu können. Verwandelt sich zurück und stellt fest, dass die Kraft doch im Mädchen sein liegt.» Rollenklischees würden gebrochen.

    Neumann sagte über ihre Rolle: «Tatsächlich ist das männliche für mich gar nicht ein anderes Geschlecht. Melisa vereint diese männliche Seite auch mit ihrer weiblichen Seite. Schon lange tragen Frauen Hosen und kurze Haare. Melisa ist eine Frau, die beide Seiten in sich vereint. Wir sind nicht nur schwarz oder weiss oder gut oder böse.»

    Aleardi: «Traum, eine Doppelrolle zu spielen»

    Aleardi freute sich, gleich zwei Figuren aus dem Film abwechselnd zu verkörpern. «Es ist ein Traum, eine Doppelrolle zu spielen. Die zwei Brüder sind sehr unterschiedlich. Der eine, Ingolf, ist sehr weise, lieb, schwächlich und hat seine Frau sehr früh verloren. Ganz anders sein Bruder, der eifersüchtig, angefressen und ein richtiges Arschloch ist – das macht Spass, die beiden zu verkörpern.»

    Netflix-Star Uibel zu der Frage, warum er jetzt bei einem Märchenfilm mitspielt: «Ausschlaggebend war, dass die Netflix-Stoffe der letzten Jahre eher härter und für ein reiferes Publikum gedacht waren. Es ist einfach schön, jetzt etwas für die ganze Familie zu produzieren.» Und die in Marokko geborene Kristin Alia Hunold ist nach eigenen Worten froh, «eine Prinzessin für alle Kinder in Deutschland spielen zu dürfen, die nicht deutsch aussehen, um denen auch mal zu zeigen: Hey, da ist eine Prinzessin, die sieht so aus wie ihr. Das sind Vorbilder, Träume, die wahr werden. Eine Prinzessin, die eine andere Hautfarbe hat, gab's noch nicht.» Die Ausstrahlung ist für die Weihnachtszeit 2023 im Ersten geplant.

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