Marjane Satrapi stirbt mit 56 Jahren in Paris
Marjane Satrapi galt als wichtige Stimme iranischer Frauen im Exil. Die Autorin und Regisseurin ist im Alter von 56 Jahren gestorben.

Die iranisch-französische Autorin Marjane Satrapi ist tot. Die Illustratorin und Filmschaffende starb im Alter von 56 Jahren in Paris, berichtet «BR».
Der Élysée-Palast und der Leiter des iranischen Kulturvereins Pouya in Paris bestätigten ihren Tod, berichtet «Deutschlandfunk». Weltberühmt wurde Satrapi mit der autobiografischen Graphic Novel «Persepolis».
Marjane Satrapi starb laut ihrem Umfeld etwas mehr als ein Jahr nach dem Tod ihres Ehemannes. Wie der «Spiegel» unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP berichtet, sei die Autorin «an Traurigkeit» gestorben.
«Persepolis» machte Marjane Satrapi weltweit bekannt
Die Graphic Novel «Persepolis» beschreibt Satrapis Kindheit im Iran sowie ihr Exil in Österreich. Der 2007 in Cannes gezeigte Animationsfilm wurde laut «Euronews» für einen Oscar nominiert.

Der schwedische Produzent Mattias Ripa starb am 8. April 2025 im Alter von 53 Jahren. Er war laut «Independent» ihr Ehemann und die «Liebe ihres Lebens», wie die Familie sagte.
Satrapi war laut Emmanuel Macron eine «Symbolfigur für das iranische Volk und die Frauenrechte». Ihre Kindheit im Iran verwandelte sie in eine universelle Geschichte, wie «TT» berichtet.
Satrapi machte Exil und Frauenrechte zum Lebensthema
Marjane Satrapi wurde 1969 in der iranischen Stadt Rascht geboren, berichtet «TT». 1984 schickte ihre Familie sie nach der Islamischen Revolution zeitweise ins Exil nach Wien.
1994 zog sie nach Frankreich, dessen Staatsbürgerschaft sie 2006 erhielt. 2023 veröffentlichte sie den Protestband «Frau, Leben, Freiheit». Später verweigerte sie Frankreichs höchsten Verdienstorden, aus Protest gegen «die scheinheilige Haltung Frankreichs dem Iran gegenüber».
Marjane Satrapi starb in Paris, wo sie seit Jahren lebte. Sie hinterlässt ein bedeutendes Werk über Exil und Frauenbefreiung, so «NPR».












