Joseph Parsons: Neue Lieder für Herz und Seele

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    USA,

    Seit 30 Jahren kommt Joseph Parsons mit regelmässigen Veröffentlichungen und viel Fleiss als Livekünstler ganz gut über die Runden. Auch sein neues Album zeigt: Die Musikwelt wäre viel ärmer ohne souveräne und hochsolide Singer-Songwriter wie diesen Amerikaner.

    Joseph Parsons bewegt sich im Spannungsfeld von Americana und Pop. Foto: Christian Schirbort
    Joseph Parsons bewegt sich im Spannungsfeld von Americana und Pop. Foto: Christian Schirbort - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Er ist einer der Emsigen und Ausdauernden im Weinberg des Folkrock, dieser Joseph Parsons.

    Er schreibt stets schöne, im besten Sinne wertkonservative Lieder und tingelt damit auch durch Kleinstädte wie Finnentrop, Stemwede oder Parchim.

    Also ein echter Sympath - und, nicht zu vergessen, ein toller Musiker im Spannungsfeld von Americana und Pop. Auch sein neues Album «Digging For Rays» (Blue Rose/Soulfood) passt perfekt in die umfangreiche, bis Ende der 80er Jahre zurückreichende Parsons-Diskografie. Viele Solo-Alben sind da verzeichnet, dazu Platten im Duett mit Todd Thibaud sowie in den Bandprojekten 4 Way Street, US Rails und Hardpan.

    Neue Songs wie das hymnische und zugleich druckvoll groovende «Living Things», das brillante «Beautiful Lie», die edlen Balladen «Today» und «Sad Parade» werden allen Parsons-Fans - von denen es in Deutschland auch dank der fleissigen Live-Präsenz des US-Amerikaners eine Menge gibt - wieder Glücksgefühle bescheren.

    Für «Digging For Rays» hat der Mann mit der markanten, warmen Baritonstimme erneut seine bewährte Band der vergangenen Jahre um sich geschart: Ross Bellenoit (E-Gitarre), Freddi Lubitz (Bass) und Sven Hansen (Schlagzeug). Modische Folktronica-Sperenzchen muss man hier nicht erwarten, Parsons ist einer von der klassischen Singer-Songwriter-Schule: Jackson Browne, James Taylor, David Crosby...

    «Wenn er Herz und Seele des Hörers erreicht» - erst dann sei ein Song ein guter, sagt der in Pennsylvania und Louisiana aufgewachsene, schon länger in Deutschland lebende Musiker. Dieses Ziel hat er auch auf seinem neuen Album wieder erreicht.

    Mit «Hellwach», der auf Deutsch gesungenen Version des Openers «Wide Awake» als Bonustrack, gelingt Parsons schliesslich noch eine Überraschung. Hier wandelt er gewissermassen auf den Spuren von David Bowie, der sein Berliner «Heroes» ja auch mal in einer radebrechenden deutschen Fassung aufnahm.

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