John Boyega: «Stille kann zu laut sein»

    Nau Prominews
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    Grossbritannien,

    Schauspieler John Boyega hadert damit, zu entscheiden, wann er sich zu Wort melden soll. Als Promi werde man schnell missverstanden.

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    Der Schauspieler John Boyega. - Bang

    John Boyega findet es nicht immer einfach zu entscheiden, wann er seine Meinung zu gesellschaftspolitischen Themen kundgeben sollte. Der «Star Wars»-Darsteller ist sich seines eigenen Privilegs bewusst. Obwohl er es wichtig findet, seine Stimme gegen Missstände zu erheben, überlegt er sich seine Worte genau.

    «Stille kann zu laut sein – und der Preis dafür kann zu teuer sein. Ich haderte mit der Entscheidung, ob ich mich zu Wort melden sollte oder nicht. Ich will nicht den Eindruck erwecken lassen, dass ich jeden beerdigen will – das ist nicht meine Absicht», versichert er.

    Als junger Schauspieler, der frisch in die Industrie kam, sei ihm gleich aufgefallen, dass es keine Chancengleichheit in der Branche gab. Aufgrund seines grossen Erfolges sei es jedoch schwieriger geworden für den 28-Jährigen, nicht für seine Meinung verurteilt zu werden. «Wenn du reich bist, siehst du leicht wie ein A******** aus. Du musst also extra vorsichtig sein – dein Privileg könnte dich wirklich aufs Glatteis führen», erklärt der Brite.

    Im Gespräch mit der Zeitung «The Times» verrät er, dass ihn Johnny Depps Performance in «Fluch der Karibik» einst dazu inspirierte, die Uni zu verlassen und Schauspieler zu werden. «Für meinen Vater war es hart, zu akzeptieren, dass ich meine Weiterbildung aufgab. Aber als ich nach Los Angeles ging, hielt er mir einen Vortrag, Ruhe zu bewahren und nicht zu entmutigt von Hindernissen zu werden und nicht zu bitter wegen Rollen zu sein, die ich nicht bekomme», berichtet John.

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