Das Schwarz-Weiss-Drama «Belfast» von Kenneth Branagh ist sieben Mal für einen Oscar nominiert. Worum es geht und was den Film ausmacht.
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Mit dem Nordirland-Drama «Belfast» hat Kenneth Branagh das Publikum begeistert. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • «Belfast» befindet sich als Schwarz-Weiss-Film unter den Oscar-Favoriten.
  • Für sieben Oscars ist der Streifen nominiert, unter anderem fürs «Beste Originaldrehbuch».
  • Der autofiktionale Film von Kenneth Branagh (61) kommt am 24. Februar ins Kino.

Es gibt einen neuen Mitfavoriten im Rennen um die diesjährigen Oscars: Der «autofiktionale» Film «Belfast» von Kenneth Branagh (61) kommt am 24. Februar ins Kino. Worum es geht und worauf sich interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer einstellen können, gibt es hier zum Nachlesen.

Das Ende der Kindheit – darum geht es

Sommer 1969 in der nordirischen Hauptstadt: Der neunjährige Buddy (Jude Hill, 11), Sohn einer typischen Familie aus der Arbeiterklasse, liebt Kinobesuche, Matchbox-Autos und seine hingebungsvollen Grosseltern. Ausserdem schwärmt er für eine seiner Mitschülerinnen.

Doch gesellschaftspolitischen Spannungen in Belfast eskalieren in der sonst so harmonischen Nachbarschaft kommt es zu Gewaltausbrüchen. Seine idyllische Kindheit findet ein jähes Ende.

Sein in England arbeitender Vater (Jamie Dornan) und seine besorgte Mutter (Caitriona Balfe) versuchen, die Zukunft der Familie zu sichern. Und Buddy bleibt dabei nichts anderes übrig, als langsam erwachsen zu werden...

Für Kenneth Branagh ist der Film «autofiktional»

Kenneth Branagh bezeichnete den Film mit Topbesetzung selbst als «autofiktional». Er kam wie Hauptfigur Buddy in Belfast zur Welt, war zum Zeitpunkt der Filmhandlung ebenfalls neun Jahre alt. Das schuf ganz offenbar eine Authentizität, die preisverdächtig ist:

Für sieben Oscars ist der Streifen, der in Schwarz-Weiss gehalten ist, bei den Academy-Awards am 27. März nominiert. Darunter als «Bester Film», für die «Beste Regie», das «Beste Originaldrehbuch». Zudem ist Judi Dench (87) für die «Beste Nebendarstellerin» und Ciarán Hinds (69) für der «Beste Nebendarsteller» nominiert.

Judi Dench
Die britische Schauspielerin Judi Dench. - Keystone

In etwas anderer Konstellation ging «Belfast» von Kenneth Branagh auch bei den Golden Globes ins Rennen. Am Ende reichte es jedoch «nur» für den Preis für das «Beste Originaldrehbuch». Zumeist musste sich der Film der Netflix-Produktion «The Power of the Dog» geschlagen geben.

In seiner Machart, Optik und Tonalität ähnelt «Belfast» dem Oscar-prämierten Film «Roma» von Alfonso Cuarón (60) aus dem Jahr 2018. Sprich: er konzentriert sich auf seine Figuren und tut dies ohne Effekthascherei. Gewisses Hintergrundwissen zu der Geschichte Nordirlands setzt Branagh ausserdem voraus, mit viel Erklärung hält er sich nicht auf.

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