Epstein-Opfer berichtet von Treffen mit Mette-Marit
Nach dem löchrigen TV-Interview klärt ein mutmassliches Missbrauchsopfer über Mette-Marits Kontakte zu Epstein auf. Die beiden Frauen besuchten sein Anwesen.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein mutmassliches Epstein-Opfer spricht über ihre Begegnungen mit Mette-Marit.
- Anfang 2013 reisten die beiden Frauen zum Anwesen des Sexualstraftäters in Palm Beach.
- Zuvor soll der Royal ein Treffen mit der Russin und Epstein organisiert haben.
Letzte Woche sollte Mette-Marit (52) darüber aufklären, worüber die Öffentlichkeit schon länger diskutiert. Doch geht es um ihre frühere Verbindung zu Jeffrey Epstein (†66), erscheint die norwegische Kronprinzessin wenig auskunftsfreudig. Bestehen wirklich Erinnerungslücken oder verschweigt sie lieber, was wirklich war?
Epstein-Opfer berichtet von Treffen
Ins Gewusel der Ungereimtheiten mischt sich nun eine weitere Frau ein. Ihr Name? Svetlana Pozhidaeva. Die 41-Jährige behauptet, Mette-Marit zweimal begegnet zu sein.
Und soll nach dem viel beachteten TV-Auftritt des Royals nun Licht ins Dunkel bringen.

Im Interview mit der norwegischen Zeitung «VG» berichtet Pozhidaeva von einem Treffen mit Epstein im November 2012. Die beiden seien damals mit drei weiteren jungen Frauen, sogenannten «Assistentinnen», nach Oslo gereist.
Dort soll der Sexualstraftäter Mette-Marit zu einem Spaziergang im Frogner-Park getroffen haben.
Das russische Model erinnert sich an den Aufenthalt, der offenbar von Epstein finanziert wurde: «Ich blieb im Hotel mit den anderen Assistentinnen.» Bei ihnen handelte es sich laut der 41-Jährigen um sehr junge Frauen. «Wir sahen aus wie Teenager.»
Mette-Marit organisierte Treffen mit Epstein
Wochen später kam es dann zum Treffen zwischen Svetlana und dem norwegischen Kronprinzenpaar. Ein Spaziergang auf der Karibikinsel St. Barths, bei dem auch Epstein dabei gewesen sein soll. Wie aus den kürzlich veröffentlichten Akten hervorgeht, soll Mette-Marit das Treffen per Mailkontakt organisiert haben.

Im TV-Interview mit dem Sender NRK gab Ehemann Haakon (52) die Begegnung vom 4. Januar 2013 zu: «Ich habe ihn einmal getroffen. Das war während eines Familienurlaubs auf St. Barths, ich traf ihn kurz auf der Strasse.»
Svetlana, die nach eigener Aussage dabei gewesen sein soll, erwähnte den Kronprinz jedoch nicht.
Ob die Kinder der norwegischen Royals beim Epstein-Treffen anwesend waren, ist ebenfalls unklar. Svetlana selbst bestreitet dies.
Gemeinsamer Besuch auf Epsteins Anwesen
Doch für Mette-Marit war es erst der Beginn einer längeren Reise. Während Haakon St. Barth offenbar wieder verliess, setzte sich seine Ehefrau mit Svetlana in den Flieger nach Florida.
Das Ziel der beiden Frauen? Epsteins skandalumwobenes Anwesen in Palm Beach.
Ein Foto, welches das US-Justizministerium veröffentlichte, zeigt das mutmassliche Missbrauchsopfer Svetlana Pozhidaeva im Bikini mit Mette-Marit auf einem Sofa.

Während hier die Gesichter geschwärzt wurden, veröffentlichte die norwegische Zeitung «Aftenposten» eine unzensierte Version. Diese soll zeigen, dass es sich bei der Aufnahme um die Kronprinzessin handelt.
«Sie war immer sehr freundlich», erinnert sich die Frau im «VG»-Interview und stellt klar: «Epstein hat mich nie in ihrem Beisein missbraucht, ich möchte nicht darüber spekulieren, ob sie etwas geahnt hat oder nicht. Persönlich mache ich sie für nichts verantwortlich. Mette war immer nett und respektvoll mir gegenüber, ganz im Gegensatz zu anderen prominenten Gästen.»
Kritik nach TV-Interview
Was allerdings Fragen aufwirft: Über Svetlana verlor Mette-Marit letzte Woche kein Wort. Und das obwohl der Sender NRK dem Hof eine Woche zuvor die Fragen zugeschickt hatte. Das Kronprinzenpaar hatte also genügend Zeit, um sich gründlich auf das TV-Interview vorzubereiten.

Doch ihr Auftritt sorgte beim Publikum für rote Köpfe. Laut einer Umfrage von «VG» halten 62 Prozent der Befragten Mette-Marits Verhalten vor der Kamera für inakzeptabel.
21 Prozent gehen von einer Manipulation ihrer Antworten aus. Die restlichen 17 Prozent blicken den künftigen Entwicklungen im Schlagzeilen-Skandal neutral entgegen.












