Detlef Soost erzählt von seinem Tiefpunkt im Gefängnis
Detlef Soost spricht im Podcast bei Barbara Schöneberger über 65'000 Mark Schulden, Zigarettenschmuggel und einen kurzen Gefängnisaufenthalt.

Detlef Soost (56) war 18 Jahre alt, als 1989 die Berliner Mauer fiel. Im Podcast «Mit den Waffeln einer Frau» sprach er mit Barbara Schöneberger (52) über diese schwierige Zeit.
Nach Angaben des «Focus» fühlte sich Soost dem neuen Deutschland damals verängstigt und ohne Plan gegenüber. Rechnungen und Schreiben vom Gerichtsvollzieher habe er lange ignoriert, bis 65'000 Mark Schulden entstanden waren.
Allein seine Mietschulden hätten 14'000 Mark betragen, erklärte Soost. Zusätzlich habe er mehrere finanzielle Entscheidungen getroffen, die er rückblickend als Fehler bezeichnete, wie die «Bunte» berichtet.
Teures Cabrio trotz hoher Schulden
Für ein Audi Cabrio zahlte Soost nach eigenen Angaben monatlich 1500 Mark. Gleichzeitig habe seine Wohnung weder Licht noch warmes Wasser gehabt, so die «Bunte» weiter.
Auch ein Bertelsmann-Lexikon für 3400 Mark habe er sich aufschwatzen lassen. Er kaufte mit seiner damaligen Freundin auch einen Fernseher für 2500 Mark auf Raten.
Das Cabrio nutzte Soost zudem für Fahrten nach Polen. Gemeinsam mit einem Freund versteckte er Zigaretten in den Hohlräumen des Wagens und brachte sie über die Grenze.
Zigarettenschmuggel und Gefängnis
Zweimal sei der Schmuggel gut gegangen, erklärte Soost laut der «T-online». Beim dritten Versuch wurden die beiden jedoch erwischt, wie der Sender berichtet.
Später wurde Soost nach eigenen Angaben zu einer Haftstrafe verurteilt. Ursprünglich sollte er 33 Tage im Gefängnis verbringen, tatsächlich blieb er nur einen Tag.
Eine Freundin half ihm noch am ersten Tag und nahm dafür eigens einen Kredit auf. Soost verbrachte diesen Tag in den Berliner Justizvollzugsanstalten Moabit und Plötzensee, schreibt die «Bunte».
Detlef Soost: «Das war der Tiefpunkt»
Soost bezeichnete die Haft rückblickend als seinen Tiefpunkt. Danach habe er für sich entschieden, sein Leben grundlegend zu verändern, und diesen Entschluss als Wendepunkt beschrieben.
Unterstützung erhielt er damals von Martin Strube, der ihn bereits zu Beginn seiner Tanzkarriere begleitet hatte. Strube vermittelte Kontakte zu Gläubigern und gab Soost eine Anstellung, so der «Focus» weiter.

Dadurch konnte Soost seine Schulden nach eigenen Angaben nach und nach zurückzahlen. Mit Strube sei er bis heute befreundet, berichtet die «Bunte» unter Berufung auf Soosts aktuelle Schilderungen.












