Der Mädchenmörder von Krac

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Deutschland,

Der Tod einer 18-Jährigen verschlägt Branka Marić in das Bergstädtchen Krac. Bei den Ermittlungen trifft die Kommissarin auf Schwierigkeiten, auch weil ein chauvinistischer Kollege eine wichtige Spur ignoriert.

Branka (Neda Rahmanian, l) und Gerichtsmedizinerin Brigita Stević (Sarah Bauerett) untersuchen die Leiche der 18-jährigen Eva Tomić (Caroline Hartig). Foto: Conny Klein/ARD
Branka (Neda Rahmanian, l) und Gerichtsmedizinerin Brigita Stević (Sarah Bauerett) untersuchen die Leiche der 18-jährigen Eva Tomić (Caroline Hartig). Foto: Conny Klein/ARD - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Massive Berge, Burgruinen, rustikale Gaststätten: Die kroatische Stadt Krac versprüht einen Hauch Romantik.

Die Zeit scheint hier stehen geblieben zu sein. Auf den Gassen zwischen sanierungsbedürftigen Häusern ist wenig los.

Nur ab und an fahren auf verstaubten Strassen Autos vorbei, deren Produktionsjahr Jahrzehnte zurückliegt. Touristen bleiben zunehmend aus. Das Bergstädtchen wirkt so friedlich und idyllisch wie auf einer Postkarte. Ausgerechnet hier im steinigen Hinterland Dalmatiens muss Kommissarin Branka Marić ihren nächsten Fall lösen.

Wenn das Erste an diesem Donnerstag (14. März, 20.15) die fünfte Folge des Kroatien-Krimis mit Neda Rahmanian in der Hauptrolle ausstrahlt, geht es um den Tod der 18-jährigen Eva (Caroline Hartig), der in Verbindung mit einem Mädchenmord ein Jahr zuvor zu stehen scheint. Dafür spricht zunächst der Fundort. Doch während das erste Opfer missbraucht und erschlagen wurde, deutet Evas geradezu liebevoll aufgebettete Leiche nicht auf brachiale Gewalt hin. Könnte es ein tragischer Unfall gewesen sein?

Die energische Kommissarin, die gerne sagt, was sie denkt, versucht, in Evas Freundeskreis und den zerrütteten Verhältnissen ihrer Familie Anhaltspunkte zu finden. Aber das ist nicht so einfach: Sie muss sich durch ein Gestrüpp aus Lügen kämpfen. Ihre Ermittlungen werden ausserdem von dem chauvinistischen Kriminalbeamten Ivan Bago (David Rott) erschwert, der eine wichtige Spur ignoriert.

Als wäre das nicht genug, gerät die Protagonistin auch privat in eine schwierige Situation, die ihr zu schaffen macht: Ihr Lover Lado (Aleksandar Jovanovic) bandelt mit einer Frau an, die genau wie Brancas eigentlicher Freund Kai (Andreas Guenther) aus beruflichen Gründen oft verreist ist. Die sonst so selbstbewusste Kommissarin fühlt sich verletzt, kann ihrem Ärger aber nicht Luft machen. Schliesslich ist Lados Romanze ein Spiegelbild ihrer eigenen Dreiecksbeziehung.

Wie die einzelnen Erzählstränge enden, dürfte erfahrene Krimi-Zuschauer kaum überraschen. «Der Mädchenmörder von Krac» ist in dieser Hinsicht sehr vorhersehbar. Die Charaktere, Figurenkonstellationen und Plotwendungen kennt man bereits aus anderen Produktionen dieser Art. Für Fernsehunterhaltung sorgen eher einige witzige Szenen, in denen Regisseur Michael Kreindl unter anderem Motive aus den vorherigen Episoden aufgreift.

Wunderbar schmunzeln lässt sich etwa dann, wenn Brancas Mutter erneut ihre ausbaufähige Kochkunst unter Beweis stellt oder die schwerhörigen Mummelgreise, die im Dezernat eine Art Ältestenrat bilden, wieder einmal einige Details komplett durcheinanderbringen. Und Vergnügen bereiten auch die spektakulären Landschaftsbilder, die dazu verführen, sich das Bergstädtchen an der Adriaküste nicht nur auf einer Postkarte oder im Kroatien-Krimi anschauen zu wollen.

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