Alice Schwarzer

    Alice Schwarzer: «Die Zeit der Cohibas ist vorbei»

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Die Ära Merkel geht zu Ende, und die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer hat sie offenbar überzeugt. Es habe sich in den zurückliegenden Jahren etwas geändert, so Schwarzer im «Spiegel».

    Alice Schwarzer spricht über die Noch-Kanzlerin Angela Merkel. Foto: Oliver Berg/dpa
    Alice Schwarzer spricht über die Noch-Kanzlerin Angela Merkel. Foto: Oliver Berg/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer (78) sieht im Leben und im Erfolg von Angela Merkel «Feminismus pur».

    Was nach dem Ende der 16 Jahre dauernden Ära Merkel für die Gleichberechtigung bleibt, beschreibt Schwarzer im «Spiegel»-Interview so: «Wir gehen wie immer zwei Schritte vor, einen zurück. Sie hat eine Zäsur markiert auf eine Art und Weise, die sich nicht mehr rückgängig machen lässt. Die Männer können ihn nicht mehr so raushängen lassen, wenn ich das so sagen darf. Die Zeit der Cohibas ist vorbei.» Mit Letzterem spielt Schwarzer auf Zigarren rauchende Politiker wie Ex-Kanzler Gerhard Schröder an.

    Schwarzer sagte weiter, gleichzeitig schlage das Pendel zurück: «Auf Instagram wird wieder die Frau belohnt, die hübsch dumm aus der knappen Wäsche guckt. Das ist alarmierend. So manche Enkelin der feministischen Pionierinnen fällt wieder in das ganz doofe Weibchenschema von vorgestern zurück.»

    Auf die Frage, ob sie in diesem Jahr die Frau (also die Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock) wählen werde, sagte Schwarzer: «Ich habe noch nie eine Frau gewählt, nur weil sie eine Frau ist. Aber statt Schröder und Fischer hätte ich damals auch einem Kaninchen meine Stimme gegeben. Zum Glück stand eine intelligente Frau zur Wahl.»

    Den Spitznamen «Mutti» für Merkel findet Schwarzer falsch. «Wenn eine keine Mutti ist, dann sie.» Sie sei «eine Mischung aus Mädchen und Kamerad». Merkels Mix sei ein interessanter Weg, weil er jenseits der Klischees verlaufe. «Sie spielt weder das devote Weibchen in High Heels noch den Kerl. Das würde auch nichts nutzen, der echte Mann ist immer der bessere Mann. Irgendwann machen die Jungs wettpissen, und dann kommt frau zu kurz. Von Merkels Stil könnten Frauen also lernen.»

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Sargans Raupe
    66 Interaktionen
    Im Sarganserland
    baustelle basel missionsstrasse
    14 Interaktionen
    «Erschöpft»

    MEHR IN PEOPLE

    adriana lima
    Supermodel
    Kaley Cuoco
    5 Interaktionen
    Nachwuchs
    Michel Foucault
    2 Interaktionen
    Analyse
    Prinz Harry
    63 Interaktionen
    In England

    MEHR ALICE SCHWARZER

    Alice Schwarzer
    54 Interaktionen
    Interview
    sahra wagenknecht alice schwarzer
    65 Interaktionen
    Gegen Waffenlieferung
    verona pooth
    20 Jahre später
    alice schwarzer
    1 Interaktionen
    ZDF-Moderator

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Lufthansa
    3 Interaktionen
    Frankfurt/Main
    sdf
    1 Interaktionen
    Köln
    1 Interaktionen
    Köln
    Armin Mueller-Stahl
    Rüsselsheim