«The Death of Robin Hood» entzaubert den Mythos radikal

Maja Bojic
Maja Bojic

USA,

Im Film «The Death of Robin Hood» verkörpert Hugh Jackman einen gebrochenen Antihelden, der als Teil einer düsteren Neuinterpretation der Legende gilt.

«The Death of Robin Hood»
In den abgelegenen keltischen Randgebieten um 1247 n. Chr. lebt Robin Hood in «The Death of Robin Hood» als alternder Einzelgänger. - a24

Der Film «The Death of Robin Hood» zeigt den legendären Bogenschützen als gealterten und innerlich zerbrochenen Mann. Die «Welt» beschreibt das Werk als bildgewaltiges, dreckiges Meisterwerk, das den Mythos konsequent dekonstruiert.

Im Zentrum steht ein Robin Hood, der nach einem Leben voller Gewalt in Isolation lebt und den Tod sucht. Der «Stern» schildert ihn als erschöpften Einzelgänger, der unter der Last seiner Vergangenheit zusammenzubrechen droht.

Hugh Jackman (57) verkörpert die Figur als lebensmüden Antihelden ohne Verbindung zur klassischen Legende. Dem «SWR» zufolge zeichnet Robin Hood als moralisch erschöpfte Figur, die keinen Platz mehr im alten Heldenbild findet.

«The Death of Robin Hood»: Brutale Eröffnung und zerfallender Mythos

Der Film eröffnet mit einer kompromisslosen Darstellung von Gewalt im Schlamm, Regen und Chaos. Die Inszenierung verzichtet bewusst auf romantische Bilder des Sherwood-Mythos und setzt auf rohe Realität.

Statt des edlen Diebs zeigt der Film einen Mann, der seine frühere Heldenrolle selbst infrage stellt. Der Mythos wird dabei als Erzählkonstruktion sichtbar, die seine tatsächlichen Taten überdeckt.

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Robin Hood erscheint als Figur, die weniger Legende als vielmehr Produkt brutaler historischer Gewalt ist. Die Dekonstruktion dieser Identität zieht sich konsequent durch die gesamte Erzählstruktur.

Insel, Isolation und innere Abrechnung

Eine zentrale Wendung führt auf eine abgelegene Insel in ein klösterliches Umfeld. Dort trifft Robin Hood auf eine heilende Figur, gespielt von Jodie Comer, die ihn versorgt und zur Reflexion zwingt.

Diese Phase wird als Versuch beschrieben, Schuld und Verantwortung erstmals bewusst zu verarbeiten. Im abgeschotteten Raum entsteht eine fragile Ruhe, die den inneren Konflikt weiter verschärft.

Im Mittelpunkt steht der Kreislauf aus Gewalt und Vergeltung, der sich nicht ohne Bruch durchbrechen lässt. Robin Hood pendelt zwischen dem Wunsch nach Erlösung und der Unfähigkeit, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen.

Gewaltspirale und letzte Konfrontation

Ehemalige Weggefährten holen die Vergangenheit zurück in die Gegenwart und lösen neue Konflikte aus. Little John, gespielt von Bill Skarsgård, wird dabei zum entscheidenden Auslöser dieser Dynamik.

Der Stoff gehört zu den am häufigsten neu interpretierten Legenden der Filmgeschichte. Diese Version setzt sich jedoch durch ihren konsequent düsteren Zugriff deutlich davon ab.

Hugh Jackman
Hugh Jackman spielt in «The Death of Robin Hood» einen gebrochenen Antihelden, der sich von der klassischen Legende des Sherwood-Helden entfernt hat. - keystone

Am Ende bleibt ein gebrochener Antiheld zurück, der zwischen Mythos und Realität zerfällt. Der Kinostart von «The Death of Robin Hood» ist für den 18. Juni 2026 vorgesehen.

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Kommentare

User #2544 (nicht angemeldet)

Die Robin-Hood-Legende ist den heutigen reichen und mächtigen Betrügern und Abzockern natürlich ein Dorn im Auge, denn die Jugend könnte fragen, was sich denn eigentlich in den Jahrhunderten zum Guten geändert hat?

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