«Zweite Chance»: Loredana und Betrugsopfer Petra Z. versöhnen sich
In einer Doku trifft Schweizer Rapperin Loredana ihr einstiges Betrugsopfer Patrizia Z. Die Walliserin sagt, die Versöhnung sei nun endlich echt.

Das Wichtigste in Kürze
- Loredana trifft Patrizia Z. in einer Prime-Doku und entschuldigt sich vor laufender Kamera
- Die Rapperin betrog das Walliser Ehepaar 2019 unter falschem Namen um 700'000 Franken.
- Patrizia Z. sagt, jede Person verdiene eine zweite Chance – die Versöhnung sei nun echt.
In der Prime-Doku «Loredana & Karim – Love & Drama» stellt sich die gebürtige Luzernerin ihrer Vergangenheit. In der fünften Folge trifft sie Patrizia Z. (59), die unter dem Pseudonym Petra Z. bekannt wurde.
2019 hatte Loredana das Walliser Ehepaar unter falschem Namen – als vermeintliche Anwältin – um rund 700'000 Franken betrogen. Bereits im September 2020 waren die beiden erstmals aufeinander zugegangen. Ein Insider sagte damals, es sei zu einer «Einigung» gekommen.
Nun folgte die Begegnung der beiden Frauen vor laufender Kamera: Loredana fährt im Auto zum Treffen, während alte Schlagzeilen über den Betrugsfall eingeblendet werden. «Im September vor fünf Jahren haben wir uns das letzte Mal gesehen», sagt sie danach direkt in die Kamera.
«Ich habe das getan, was man mir gesagt hat»
Zur Tat selbst äussert sich Loredana mit einer Erklärung, die sie bereits früher angedeutet hatte. «Ich bin nicht ein Mensch, der jemandem gerne bewusst Schaden zufügt», sagt sie.
Sie habe nicht gewusst, was sie tue. «Man macht es für die Familie und fragt nicht nach.» Sie sei stets davon ausgegangen, Patrizia erhalte ihr Geld zurück.
Beim Treffen begrüssen sich die beiden Frauen mit einer langen Umarmung. «Ich bin ein bisschen aufgeregt», sagt Patrizia Z. Sie seien da, um sich zu versöhnen.
Und weiter: «Sie weiss, dass sicher nicht alle Wunden heilen werden, aber es verdient jede Person eine zweite Chance.»
Loredana: «Ich bin Täter und sie das Opfer»
Loredana hält fest: «Ich bin Täter und sie das Opfer. Das bleibt auch so.» Auch wenn ihr nicht bewusst gewesen sei, was sie damals getan habe, ändere das nichts an der Situation.
Für sie sei es wichtig, aus ihren Fehlern zu lernen. «Nur sie muss mir verzeihen. Ich schulde niemandem eine Rechtfertigung ausser der Person, die ich verletzt habe.»

Patrizia Z. zeigt sich am Ende erleichtert. «Endlich ist die Versöhnung echt und ein Deckel drauf», sagt die Walliserin.



















