Sängerin Linda Fäh über neues Album: «Mundart fühlt sich echter an»
Nach 15 Jahren besinnt sich Linda Fäh musikalisch zurück zu ihren Schweizer Wurzeln. Mit Nau.ch hat die Sängerin über ihr erstes Mundart-Projekt gesprochen.

Das Wichtigste in Kürze
- Linda Fäh produziert nach 15 Jahren im Schlager ihr erstes Mundart-Album.
- Mit der neuen Musik will die Sängerin mehr Heimatgefühl verbreiten.
- Auf Schweizerdeutsch zu singen, fühle sich echter an, so die 38-Jährige.
Privat ist sie ihrer Heimat immer treu geblieben, jetzt soll es auch beruflich soweit sein.
Seit über 15 Jahren steht Linda Fäh (38) als Schlagersängerin auf der Bühne, tourt durch den deutschsprachigen Raum und ist immer wieder Gast in TV-Shows. Nach vier Studioalben auf Hochdeutsch besinnt sie sich nun zurück zu ihren Wurzeln.
Die Ostschweizerin orientiert sich musikalisch neu – und hat ihr erstes Mundart-Album im Gepäck. Für Linda Fäh ist es ein bewusstes Bekenntnis zur eigenen Herkunft. Die neuen Songs erzählen vom Aufwachsen auf dem Land, vom Dorfleben, von Familie.
Linda Fäh bringt «Kindheits-Momente» ins Tonstudio
Mit einer Mischung aus Schweizer Schlager, poppiger Volksmusik und heimischen Klängen schlägt die Ex-Miss-Schweiz ein neues Kapitel auf.
Der Grund für ihr Umdenken liegt in ihrer Rolle als Mami, die sie für ihren dreijährigen Sohn Lio ausüben darf. «Ich habe mich durch meine Entwicklung als Mutter wieder viel mehr zu meinen Wurzeln zurückbesinnt, mich an meine Kindheit erinnert. Wie ich selber aufgewachsen bin und was mich ausmacht», verrät Linda Fäh gegenüber Nau.ch.
Die Sängerin, aufgewachsen im 3000-Seelen-Dorf Benken SG, erinnert sich an schöne «Kindheits-Momente», wie sie selbst sagt. Musikalische Traditionen wie das «Handörgeli» oder das Jodeln spielten damals bereits eine zentrale Rolle.
Swissness pur in neuen Songs
Auch in ihrem ersten Mundart-Projekt kommen solche Elemente nun zur Geltung. Denn: Nach vielen Jahren auf dem deutschen Markt möchte Fäh ihre Musik mit mehr Heimatgefühl versehen. «Da steht natürlich an erster Stelle, dass das Ganze nun auf Mundart daherkommt», erklärt sie.
In ihren neuen Songs, produziert von Marco Bliggensdorfer (Musiker Bligg, 49) und Patric Scott (40), setzt Fäh deshalb bewusst auch auf viele Schweizer Instrumente. Darunter das typische «Handörgeli», welches gleich in ihrem ersten Mundart-Song einen prominenten Auftritt hat.
Was das optische Erscheinungsbild betrifft, legt die Sängerin ebenfalls viel Wert auf Verbundenheit zu ihren Wurzeln. So entstand das Musikvideo zu ihrer ersten Single «I mim chline Dorf» nicht etwa in einem Studio. Sondern direkt in ihrem Heimatdorf Benken.
«Mundart fühlt sich echter an»
Mit der Umstellung von Hoch- auf Schweizerdeutsch hatte die 38-Jährige keine Mühe. «Ich merke gerade im Tonstudio selber, wie gut mir Mundart liegt. Und wie echt sich das für mich anfühlt», schildert sie von ihren ersten Erfahrungen.
Zwar würden ihr beide Sprachen «unglaublich gut» gefallen, auch in Hochdeutsch habe sie sich immer sehr wohlgefühlt. Einen bestimmten Unterschied verspürt Linda Fäh aber dennoch: «Mundart fühlt sich für mich noch ein Stück echter an – bin selber überrascht von dieser Erfahrung jetzt im Tonstudio.»
Eine Kostprobe aus ihrem ersten Mundart-Album gibt es für ihre «Fähns» bereits. Die Single «I mim chline Dorf» steht seit dem 1. Mai auf allen Streamingdiensten zum Abruf bereit.















