Eröffnung Lucerne Festival: Grosse Klassik, grosse Gesellschaft
«American Dreams» heisst das Festivalmotto – und zur Eröffnung rollte das Lucerne Festival den Teppich für die Promis aus

Das Wichtigste in Kürze
- Am Freitagabend wurde das KKL Luzern zum gesellschaftlichen Treffpunkt.
- Zu den Festival-Gästen gehörten Bundespräsident Guy Parmelin, Schauspieler Stefan Gubser oder Roche-Verwaltungsratspräsident Severin Schwan.
Wenn die Klassik ruft, kommt die Prominenz! Am Freitagabend wurde das KKL Luzern zum gesellschaftlichen Treffpunkt. Bundespräsident Guy Parmelin erschien mit Ehefrau Caroline, dazu trafen sich Spitzenleute aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Unterhaltung. Musikalisch eröffnete das Festival mit George Gershwin, Charles Ives und Steve Reich – dirigiert von Riccardo Chailly.
Das Motto «American Dreams» lieferte dabei nicht nur den musikalischen roten Faden. Die prominenten Gäste verrieten auch, was ihr ganz persönlicher amerikanischer Traum ist. Internationales Flair brachten Callista Gingrich, US-Botschafterin in der Schweiz und Liechtenstein, und ihr Mann Newt Gingrich, der frühere Sprecher des US-Repräsentantenhauses, ins KKL.
«Freiheit macht glücklich»
Für Eric Gujer, den scheidenden Chefredaktor der «Neuen Zürcher Zeitung», ist der American Dream schnell erklärt: «Freiheit und die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung – das macht glücklich.»
Auch Ilona Schmiel, Intendantin der Tonhalle Zürich, verbindet ihren persönlichen Traum mit der Freiheit: «Mein persönlicher American Dream ist, dass wir etliche Dinge wieder so ändern, dass die totale Kunst- und Kulturfreiheit gewährleistet ist.»
Freddy Burger und sein Las-Vegas-Traum
Für Konzertveranstalter Freddy Burger, den langjährigen Manager grosser Showstars, begann der American Dream mit einem Besuch in Las Vegas: «Mein American Dream war prägend, als ich das erste Mal in Las Vegas war.» Später erfüllte er sich weitere Träume und brachte amerikanische Stars in die Schweiz – darunter Sammy Davis Jr.
Roche–Präsident hofft auf ruhigere Zeiten
Einen politischeren Ton schlug Severin Schwan, Top-Manager und Roche-Verwaltungsratspräsident an. Sein Wunsch: «Kurzfristig wünsche ich mir, dass es ein schöner Abend wird. Langfristig, dass sich die geopolitischen Spannungen wieder beruhigen.»
Ein bemerkenswerter Satz mitten im glamourösen Festivalauftakt – und ein Hinweis darauf, dass die Welt ausserhalb des KKL derzeit alles andere als entspannt ist.
Nordmann und sein Bernstein-Moment
Für den neuen Festivalintendanten Sebastian Nordmann ist der American Dream eng mit der amerikanischen Musikgeschichte verbunden. Besonders Leonard Bernstein hat ihn geprägt: «Leonard Bernstein durfte ich in den 80er-Jahren mit einem Jugendorchester erleben.»
Nordmann möchte mit «American Dreams» eine Brücke zwischen amerikanischer und europäischer Musikgeschichte schlagen. Es gehe dabei weniger um ein einzelnes Stück als vielmehr um ein Gefühl und den besonderen Spirit.
«Emil», Gubser & Lienhard
Auch die Schweizer Unterhaltungswelt war bestens vertreten. Kabarett–Ikone Emil Steinberger kam mit Ehefrau Niccel Steinberger. Schauspieler Stefan Gubser erschien mit Ehefrau Brigitte Gubser, Bandleader Pepe Lienhard mit Ehefrau Christine Lienhard. Dazu posierten Moderator Nik Hartmann mit Ehefrau Carla Hartmann, Schauspielerin Sunnyi Melles mit Tochter Leonille Wittgenstein sowie Sängerin und Songwriterin Veronica Fusaro für die Kameras.
Die Wirtschafts-Elite lauscht
Das Lucerne Festival ist längst auch ein gesellschaftlicher Treffpunkt der Schweizer Wirtschaftselite. Rolf Dörig, Schweizer Manager und ehemaliger Swiss-Life-Präsident, kam mit Ehefrau Cornelia Dörig. Auch Klaus Schwab, Gründer und langjähriger Präsident des Weltwirtschaftsforums, erschien mit Ehefrau Hilde Schwab.
Die Stars der Klassik
Und natürlich standen die musikalischen Hauptdarsteller im Rampenlicht. Augustin Hadelich, der diesjährige «artiste étoile», gehört zu den grossen Stars des Festivals. Jörg Widmann, Komponist, Klarinettist und Dirigent, ist der neue künstlerische Leiter der Lucerne Festival Academy. Mark Andre wirkt als composer-in-residence.
Auch Jalalu-Kalvert Nelson, der amerikanische Komponist und Trompeter, gehörte zu den prominenten Musikgästen. Und mit Suxiao Yang sowie weiteren Künstlerinnen und Künstlern aus der internationalen Klassikszene war die musikalische Elite ebenfalls bestens vertreten.
Für den Eröffnungsabend selbst sorgten Riccardo Chailly, der Pianist Frank Dupree und das Lucerne Festival Orchestra für den grossen musikalischen Auftakt. Auf dem Programm standen Gershwins «Cuban Overture» und «Concerto in F», Charles Ives’ Erste Sinfonie sowie Steve Reichs «New York Counterpoint». So wurde die Festivaleröffnung zu einem Abend zwischen grosser Klassik, grosser Gesellschaft und grossen Träumen – ganz im Zeichen von «American Dreams».





























