Beni Thurnheer verdiente bis zu 200'000 Franken im Jahr
Beni Thurnheer spricht plötzlich über Geld. Der 77-Jährige verrät, wie viel er beim Schweizer Fernsehen einst verdiente – und was noch dazukam.

Das Wichtigste in Kürze
- Beni Thurnheer (77) spricht offen über seinen früheren Verdienst.
- Sein Monatslohn beim Schweizer Fernsehen stieg auf rund 8000 Franken.
- Mit Zuschlägen und Firmenmoderationen kam er auf rund 200'000 Franken im Jahr.
- Millionen-Gagen wie in Deutschland habe es beim Schweizer Fernsehen nicht gegeben.
Eigentlich wollte Beni Thurnheer (77) nur aus seinem Buch vorlesen.
Doch dann landet die Schweizer TV-Legende plötzlich bei einem Thema, über das Promis meist lieber schweigen: Geld.
Und «Beni national» macht kein Geheimnis daraus.
Bei einer Lesung auf einem Elektrosolarboot auf dem Rhein erzählt Thurnheer, wie sich sein Lohn während seiner langen Karriere beim Schweizer Fernsehen entwickelt hat, wie «Schaffhausen 24» berichtet.
Die überraschende Zahl: Zu seinen besten Zeiten kam der Kult-Moderator auf rund 200'000 Franken im Jahr.
Mit 3000 Franken fing alles an
Davon war Thurnheer zu Beginn seiner Karriere allerdings noch weit entfernt. 1973 unterschrieb er seinen ersten Vertrag beim Schweizer Fernsehen. Sein damaliger Monatslohn: rund 3000 Franken.
Danach ging es Schritt für Schritt nach oben.

Thurnheer erzählt, dass er schliesslich die Lohnklasse 14 erreichte. Dort sei für Angestellte ohne Chefposten Schluss gewesen.
Sein Monatslohn lag zu diesem Zeitpunkt bei ungefähr 8000 Franken. Doch das war nur die Basis.
Beni Thurnheer verdiente bis zu 200'000 Franken
Denn für Live-Einsätze und grosse Unterhaltungssendungen kamen weitere Entschädigungen dazu. Und Thurnheer hatte davon einige.
Während Jahrzehnten kommentierte er grosse Fussballspiele, führte durch Unterhaltungssendungen und stand bei wichtigen TV-Abenden vor der Kamera.
Vor allem «Benissimo» machte ihn endgültig zu einem der grössten Fernsehstars der Schweiz.
In seinen besten Jahren kam Thurnheer so auf ein Jahreseinkommen von rund 200'000 Franken.
Allerdings stammte nicht alles davon vom Schweizer Fernsehen. Rund ein Viertel verdiente der Moderator nach eigenen Angaben zusätzlich mit Auftritten an Firmenanlässen.
Das entspricht etwa 50'000 Franken pro Jahr.
Keine Millionen wie in Deutschland
Für Schweizer Verhältnisse ist das eine stolze Summe.
Mit den Gagen grosser deutscher TV-Stars konnte Thurnheer allerdings nicht mithalten. «Beim Schweizer Fernsehen verdiente man keine Millionen wie in Deutschland», stellt der 77-Jährige klar.
Und er glaubt: Die ganz grossen Zeiten der TV-Gagen seien ohnehin vorbei. Heute verdiene niemand mehr so viel wie früher, sagt Thurnheer.
«Benissimo» machte ihn zu «Beni national»
Dabei gehörte Thurnheer über Jahrzehnte zu den wichtigsten Figuren des Schweizer Fernsehens. Als Sportreporter wurde er vor allem mit seinen Fussball-Kommentaren bekannt. Später folgte der Sprung in die grosse Samstagabend-Unterhaltung.
1992 startete «Benissimo».
20 Jahre lang moderierte Thurnheer die Sendung und wurde damit endgültig zu «Beni national».
Millionen Schweizerinnen und Schweizer kannten seine Stimme, seinen trockenen Humor und seine legendären Versprecher. 2012 war mit «Benissimo» Schluss.
Zehn Jahre später kehrte die Show für eine einmalige Ausgabe nochmals zurück.
Über 100 Länder bereist
Auch abseits des Studios hatte Thurnheer einen Job, um den ihn wohl manche beneideten. Während seiner Karriere bereiste er mehr als 100 Länder.
Viele davon besuchte er beruflich.
Bei seiner Lesung scherzt Thurnheer deshalb, er habe sämtliche europäischen Länder auf Kosten der Konzessionszahler gesehen.
Genau solche Reisen stehen auch im Zentrum seines Buches «Beni Thurnheer reist um die Welt (siehe Kreditkarte)».
Darin blickt der 77-Jährige anhand alter Kreditkartenabrechnungen auf zahlreiche Reisen zurück.

















