Stadt Basel

Auto von Schweizer Rapper Siga mies beschmiert

Etienne Sticher
Etienne Sticher

Basel,

Das Auto des Schweizer Rappers Siga wurde mit «Raus» beschmiert. Der Künstler mit sri-lankischen Wurzeln hat Anzeige gegen unbekannt erstattet.

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Das Auto des Schweizer Rappers Siga wurde beschmiert. - sigamusic

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Auto des Schweizer Rappers Siga wurde in Basel beschmiert.
  • Auf die Motorhaube des Autos schrieben die Vandalen «Raus».
  • Der Künstler mit sri-lankischen Wurzeln hat Anzeige erstattet.

Am Donnerstagmorgen traf Rapper Siga (40) den Schock: Das Auto des Schweizers mit sri-lankischen Wurzeln wurde beschmiert – mit rassistischen Worten.

Der Rapper war für einen Dreh in Basel und stellte sein Auto in der Öffentlichkeit ab. Gegen 10 Uhr sah er dann die Schmierereien. Zuerst ging er von einem Scherz aus und fuhr zu einer Autowaschanlage. Doch die Farbe liess sich nicht entfernen, es handelte sich um echte Graffiti-Farbe.

An den Seiten wurden weisse Linien und die Buchstaben «FU» (Abkürzung für «F*** You) gezeichnet. Auf der Motorhaube steht «Raus» neben einer Darstellung eines Penis. Siga, der als Kind mit der Familie aus Sri Lanka geflüchtet war, empfindet diesen Schriftzug als klar diskriminierend. Er geht von einer gezielten Attacke gegen sich aus, da die Autos daneben nicht beschmiert worden sind.

Er ist enttäuscht und fassungslos darüber, dass Respekt und Menschlichkeit offenbar nicht selbstverständlich sind. Besonders enttäuschend sei, dass solche ausgrenzenden Botschaften noch heute mitten am Tag stattfinden, lässt er mitteilen.

Wurde schon einmal dein Auto beschmiert?

Weil sich die Farbe nicht abwaschen liess, musste Siga mit den Schmierereien am Auto von Basel nach Zürich fahren. Für ihn sei das «äusserst unangenehm und belastend» gewesen.

Der Rapper hat bereits Anzeige gegen unbekannt erstattet. Er hofft, dass die Täter mithilfe von Kameras ausfindig gemacht werden können.

Siga macht Rap für Gehörlose

Siga flüchtet als Vierjähriger mit seiner Mutter und seiner Schwester aus Sri Lanka nach Deutschland, wo sein Vater bereits wartete. Mit 19 Jahren kam er in die Schweiz, um «mehr aus meinem Leben zu machen» und einen Bodyguard-Job anzutreten. Zudem träumte er davon, mit seiner Musik durchzustarten.

Das gelang ihm dann auch. Seit einigen Jahren fällt er vor allem durch seine Inklusion auf: Bei Konzerten tritt er stets mit einer Gebärdendolmetscherin auf, damit auch gehörlose Fans seine Musik geniessen können.

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