In Zürich ist die Zweitwohnungszahl konstant. Dafür gibt es mehr Apartments in der Stadt.
Zürich Richtplan
Blick auf die Stadt Zürich. - Keystone

Ende September 2021 gab es in der Stadt Zürich 6880 Zweitwohnungen. Das entspricht wie im Vorjahr einem Anteil von drei Prozent an allen Wohnungen. Die Zahl der Apartmentwohnungen stieg auf 3720, was 1.6 Prozent des Wohnungsbestandes entspricht.

Erhöht hat sich im laufenden Jahr besonders der Anteil der Apartments, die ständig belegt sind. Die Zweitwohnungszahl umfasst einerseits 4870 private Zweitwohnungen, andererseits 2020 Apartmentwohnungen, für die keine Person mit ständigem Wohnsitz angemeldet ist.

Eine Wohnung gilt als private Zweitwohnung, wenn sie von den Eigentümern als Zweitwohnung gemeldet wurde oder seit mehr als zwei Jahren leer steht. Auch Apartments ohne angemeldete Personen gelten als Zweitwohnungen.

Konstante Zweitwohnungszahl

Im Vorjahr wurden 6830 Zweitwohnungen ausgewiesen – etwa 50 weniger als heute. Damit scheint sich die ausgewiesene Zweitwohnungszahl bei knapp 7000 zu stabilisieren.

Bis 2020 waren jedes Jahr abnehmende Zahlen ausgewiesen worden, was nicht inhaltlich begründet, sondern mit der fortschreitenden Konsolidierung in den zugrundeliegenden Registern zu erklären war: Die angemeldeten Personen konnten immer zuverlässiger den Wohnungen zugeordnet werden.

Mehr ständig bewohnte Apartmentwohnungen

Als weitere Grösse neben den Zweitwohnungen wird in der Erhebung die Zahl der Apartmentwohnungen ermittelt. Als Apartments gelten möblierte Wohnungen und solche, die professionell bewirtschaftet und auch für kurze Zeit vermietet werden – sei es für touristische oder geschäftliche Zwecke. Ihre Gesamtzahl betrug Ende September 2021 3720, was einer Zunahme von 250 gegenüber dem Vorjahr entspricht.

In 1700 Apartments waren Personen angemeldet, weshalb sie als Erstwohnungen gelten. Die übrigen 2020 Apartments zählen zu den Zweitwohnungen. Im zweiten Corona-Jahr haben verschiedene Apartment Anbietende damit begonnen, einzelne ihrer Liegenschaften als möblierte Erstwohnungen zur Verfügung zu stellen, da die Nachfrage nach Business- und Ferien-Apartments aufgrund der Pandemie sank.

Dadurch erhöhte sich der Anteil der Apartmentwohnungen mit angemeldeten Personen von 38 auf 46 Prozent.

Apartmentwohnungen an zentralen Lagen

Apartmentwohnungen liegen häufig an verkehrstechnisch gut erschlossenen Lagen. Im Hochschulquartier und in der City werden rund zehn Prozent aller Wohnungen als Apartments vermietet.

Daneben sind in weiteren zentral gelegenen Quartieren wie Langstrasse, Werd, Hard, Alt-Wiedikon, Seefeld oder Mühlebach erhöhte Werte festzustellen. Die grösste Zunahme von Apartmentwohnungen wurde in den letzten Jahren im Kreis 4 verzeichnet; hier stieg die Zahl um rund 100 pro Jahr.

Die privaten Zweitwohnungen konzentrieren sich im Kreis 1 sowie in den angrenzenden Quartieren Enge, Mühlebach und Seefeld.

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