Zürich: Tag der offenen Tür – Blick hinter die Kulissen
Am Sonntag, 13. September 2026, lädt das Kunsthaus in Zürich von 10 bis 18 Uhr zum Tag der offenen Tür. Der Eintritt in Sammlung und Ausstellungen ist frei.

Im Mittelpunkt steht die Kunst – aber auch all jene Prozesse und Menschen, die dafür sorgen, dass sie im Museum erlebt werden kann. Bei freiem Eintritt in die Sammlung, die aktuellen Ausstellungen und zu sämtlichen Veranstaltungen öffnet das Kunsthaus Türen zu Bereichen, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind.
Das vielfältige Programm zeigt das Kunsthaus als lebendigen Ort des Sammelns, Forschens, Bewahrens und Vermittelns.
Was muss alles passieren, damit ein Kunstwerk seinen Platz im Ausstellungsraum findet? Was braucht es, bis eine Ausstellung eröffnet werden kann? Wie werden Kunstwerke restauriert, transportiert und wissenschaftlich erforscht?
Und welche Menschen sorgen täglich dafür, dass ein Museum funktioniert? Antworten auf diese und viele weitere Fragen bietet dieser Tag der offenen Tür im Kunsthaus Zürich.
Museen sind heute weit mehr als Orte, an denen Kunst gesammelt und ausgestellt wird. Neben ihren klassischen Aufgaben – Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln – sind sie heute Orte des Austauschs, der Teilhabe und des gesellschaftlichen Dialogs. Mit dem Tag der offenen Tür macht das Kunsthaus diese vielfältigen Aufgaben sichtbar und zeigt, was hinter einem Museumsbesuch alles steckt.
HINTER DEN KULISSEN
Im Mittelpunkt stehen exklusive Einblicke in die Arbeit der verschiedenen Abteilungen. Die Restaurierung erläutert, wie Kunstwerke untersucht, konserviert und für kommende Generationen erhalten werden. Der Technische Dienst führt durch die Infrastruktur des Hauses und zeigt, welche Technik hinter dem Betrieb eines Museums steckt.
Das Art Handling-Team demonstriert, wie Werke sicher aus dem Depot in die Ausstellung gelangen.
Auch die wissenschaftliche Arbeit des Kunsthauses wird erlebbar. In Bibliothek und Archiv erhalten Besucherinnen und Besucher Einblick in das Gedächtnis des Museums. Die Provenienzforschung erklärt, wie die Herkunft von Kunstwerken rekonstruiert wird und weshalb diese Arbeit heute von besonderer Bedeutung ist.
Kuratorinnen und Kuratoren berichten über die Entwicklung einer Ausstellung – von der ersten Idee bis zur Eröffnung. Direktorin Ann Demeester gibt Einblicke in ihre Arbeit und die Herausforderungen einer internationalen Kulturinstitution.
Ergänzt wird das Programm durch Vermittlungsangebote für unterschiedliche Altersgruppen. Im «Offenen Atelier für alle» kann frei gemalt und gezeichnet werden. Kinder entdecken bei den interaktiven «Koffer Geschichten» Kunst spielerisch, während Jugendliche bei «RE:MIX THE MUSEUM» mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz neue Zugänge zu Kunstwerken erkunden.
Im Fokus steht auch die Sammlung. Führungen vermitteln neue Perspektiven auf bekannte Meisterwerke und Wiederentdeckungen. Rundgänge zur Baugeschichte zeichnen die Entwicklung des Kunsthauses vom «Künstlergüetli» bis zum Erweiterungsbau von David Chipperfield nach.
Der Dokumentarfilm «Durchs Höllentor ins Paradies» beleuchtet prägende Momente der Museumsgeschichte – von der Picasso-Ausstellung 1932 bis zur Auseinandersetzung um die Sammlung Emil Bührle.
Ob beim Blick hinter die Kulissen, im Gespräch mit Mitarbeitenden oder beim Entdecken der Sammlung – der Tag der offenen Tür zeigt das Kunsthaus Zürich aus ungewohnter Perspektive.






