Rund 3300 weitere Quadratmeter Solaranlagen sind auf öffentlichen Gebäuden der Stadt Zürich im Bürgerbeteiligungsmodell ewz.solarzüri ab 19. Mai 2022 verfügbar.
Solarenergie
Solarenergie - Pixabay

Am Wochenende hat das Stadtzüricher Stimmvolk mit 74,9 Prozent Zustimmung das Ziel Netto-null bis 2040 in der Gemeindeordnung verankert. Damit einher geht der forcierte Ersatz von Öl- und Gasheizungen durch Wärmepumpen oder Anschlüssen an Nah- und Fernwärmenetze.

Der Ukraine-Krieg und die in der Folge massiv gestiegenen Energiepreise sind weitere Beschleuniger, um die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen voranzutreiben. Die Stadt Zürich hat bereits 2021 eine Fotovoltaik-Strategie mit umfassenden Massnahmen beschlossen, um bis Ende dieses Jahrzehnts den Solarzubau zu vervierfachen.

Die Lösung für Mieter

Wer selber keine Möglichkeit für den Bau einer Solaranlage hat, kann dennoch mit dem eigenen Engagement dafür sorgen, dass weitere Solarflächen zugebaut werden. Im Bürgerbeteiligungsmodell ewz.solarzüri stehen für Wohnungsmieter ab sofort rund 3300 Quadratmeter an Solaranlagen zur Verfügung.

Sobald 80 Prozent der Fläche an einer Anlage im Crowdfunding-Prinzip vorfinanziert sind, wird EWZ (das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich) die entsprechende Anlage realisieren.

Per Mausklick oder Anruf im Kundenzentrum können EWZ-Kunden ihren Anteil an einer Solaranlage für 250 Franken pro Quadratmeter erwerben und erhalten dafür jährlich 80 Kilowattstunden Strom auf der Rechnung gutgeschrieben, und das während zwanzig Jahren.

Ab 2023 über 37'000 Quadratmetern sauberer Solarstrom

Auf folgenden städtischen Gebäuden sind jetzt Flächen verfügbar: Schulhaus Lachenzelg Ost in Höngg: 1860 Quadratmeter, Schulhaus am Wasser in Höngg: 1170 Quadratmeter, Wohnhaus Dunkelhölzli in Altstetten: 100 Quadratmeter und Haltestelle Bahnhof Altstetten: 165 Quadratmeter.

Sind die Anlagen an diesen Standorten gebaut, wird ab Januar 2023 in der Stadt Zürich gesamthaft auf über 37'000 Quadratmetern sauberer Solarstrom für das Bürgerbeteiligungsmodell ewz.solarzüri erzeugt. In Zusammenarbeit mit weiteren städtischen Dienstabteilungen arbeitet EWZ intensiv an neuen Standorten.

Dies ist ganz im Sinne von Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher der Industriellen Betriebe der Stadt Zürich, zu denen auch EWZ gehört: «Mit der Solarstrategie haben wir in der Stadt Zürich das ambitionierte Ziel, mehr Solarstrom zu produzieren. Ich habe deshalb die Gelegenheit genutzt und selbst eine Solarbeteiligung erworben. Denn nur gemeinsam machen wir Zürich zur Solarstadt – jeder Quadratmeter zählt!»

EWZ – mehr als Strom

EWZ, das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich, ist ein führendes Unternehmen mit wegweisenden Energie- und Kommunikationslösungen. Schweizweit realisiert EWZ ökologisch und ökonomisch sinnvolle Energieversorgungsanlagen für komplexe Areal- und Grossprojekte sowie Energieverbunde für Quartiere und Gemeinden.

In der Stadt Zürich und Teilen Graubündens ist EWZ für die Stromversorgung zuständig. In der Stadt Zürich stellt EWZ ein flächendeckendes, diskriminierungsfrei nutzbares Glasfasernetz zur Verfügung. In den eigenen Kraftwerken im In- und Ausland produziert EWZ 100 Prozent Naturstrom aus Wasser, Wind und Sonne.

Darüber hinaus bietet EWZ Energieberatungen und marktberechtigten Unternehmen individuelle Stromlieferungen sowie massgeschneiderte Telecom-Lösungen an. EWZ beschäftigt 1200 Mitarbeitende und erzielte 2021 bei einem Umsatz von 1373 Millionen Franken ein Jahresergebnis von 183 Millionen Franken. EWZ wurde vom Bundesamt für Energie 2020 zum nachhaltigsten Energieversorger der Schweiz gekürt.

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