Zürich: Schulanlage Bullinger wird für Viventa erweitert
Die Schulanlage Bullinger in Zürich ZH wird aufgestockt und instand gesetzt. Den Architekturwettbewerb gewann das Team Schaub Zwicky Architekt:innen.

Die heutige Schulanlage Bullinger besteht aus dem schützenswerten pavillonartig angelegten Werkjahrschulhaus des Architekten Otto Glaus aus den 1960er-Jahren und einem 2005 ergänzten zweigeschossigen Längsbau von EM2N Architekten. Die Fachschule Viventa bietet in der Schulanlage Bullinger Unterricht für die Berufsvorbereitung, Integration und Erwachsenenbildung an. Für den Ausbau dieses Viventa-Standorts auf bis zu 24 Klassen ist nun ein Erweiterungsbau für sechs Regelklassen des Berufsvorbereitungsjahrs sowie acht Sonderschulklassen der «Viventa 15plus» geplant.
Die Erweiterung erfolgt im Anschluss an eine umfassende Instandsetzung der Schulanlage. Vorgesehen ist unter anderem die Erneuerung der Gebäudehülle, Fenster, Oberlichter, Lüftung und Oberflächen. Zudem werden die bestehenden Garderobentrakte und der Werktrakt umgebaut und die Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen verbessert.
Das Amt für Hochbauten hat einen Architekturwettbewerb für die Erweiterung des Längsbaus und die Instandsetzung durchgeführt, den das Team von Schaub Zwicky Architekt:innen mit Archobau AG und Mavo Landschaften aus Zürich gewonnen hat. In einem nächsten Schritt wird nun das Bauprojekt detailliert ausgearbeitet. Nach Vorliegen des Ausführungskredits können voraussichtlich 2030 die Bauarbeiten zur Instandsetzung beginnen.
Geschickte Erweiterung mit Rücksicht auf den schützenswerten Bestand
Das Siegerteam schlägt eine respektvolle Weiterentwicklung der bestehenden schützenswerten Schulanlage vor, indem der Längsbau um zwei Geschosse aufgestockt und an der Nordwestecke hin zur Primarschule Hardau erweitert wird. Geschickt ist die Verbindung im 1. Obergeschoss zwischen dem Längsbau und der Schulanlage aus den 1960er-Jahren gelöst. Dieser zentrale Zugang mündet in einer Freitreppe auf den grossen neuen Nordpausenplatz.
Der Hauptzugang zur Viventa erfolgt, wie bisher, über die Bullingerstrasse, während der Eingang zur «Viventa 15plus» über die nordseitige Promenade hindernisfrei erreicht werden kann. Dort ist auch die Zufahrt für Minibusse für die Schülerinnen und Schüler mit eingeschränkter Mobilität möglich. Im Innern sorgt eine zentrale grosse Liftanlage für die hindernisfreie Erreichbarkeit aller Geschosse.
Die neu geschaffenen Lernlandschaften haben hohe räumliche Qualitäten.
Dank der Aufstockung bleibt das Gebäudevolumen kompakt, die Quartierswiese und der Quartiersplatz im Osten bleiben frei von Gebäuden und für die Bevölkerung erhalten. Das Siegerprojekt weist nicht nur beim Gebäude sehr gute ökologische Nachhaltigkeitswerte auf. Durch ressourcenschonende Hitzeminderungsmassnahmen werden die Asphaltflächen teils aufgebrochen und der Freiraum im Norden wird zur chaussierten Promenade mit zusätzlichen neuen Bäumen aufgewertet.
Insgesamt bietet der Aussenraum Vielfalt für die Schülerinnen und Schüler, Quartiersbevölkerung, Fauna und Flora.







