Stadt Zürich

Zürich: Lange Nacht der Museen – 700 Events bis 2 Uhr

Zürcher Museen
Zürcher Museen

Zürich,

Am 5. September 2026 öffnen in Zürich 52 Museen mit rund 80 Ausstellungen und über 700 Veranstaltungen ihre Türen. Gefeiert wird von 18 bis 2 Uhr.

Zürich
Zürich: Lange Nacht der Museen – 700 Events bis 2 Uhr (Symbolbild) - Nau.ch / Simone Imhof

Stellt euch euer persönliches Programm zusammen und sichert euch am besten gleich Tickets.

Nicola Steiner, Leiterin Literaturhaus Zürich

Meine LANGE NACHT beginnt an der ETH Zürich: Hier nutze ich all die Konzentration, die nach einer Arbeitswoche noch übrig ist, und versuche mich als Neurochirurgin. Bei «Am Modell operieren üben» zeigt sich, wie gut mein Fingerspitzengefühl wirklich ist. Kann ich das Blutgerinnsel im Hirn entfernen?

Nach der Arbeit kommt bekanntlich das Vergnügen – in meinem Fall der Workshop «Sauerkraut-Polka» im Mühlerama, bei dem ich die Grundlagen der Gemüsefermentation kennenlerne und mein eigenes Glas Sauerkraut herstelle. Nichts ist gesünder und macht mich fit für den Winter. Die Zeit in der Küche macht sicher hungrig.

Zum Glück ist gleich nebenan das Nordamerika Native Museum mit dem Sinnesparcours «Brot im amerikanischen Südwesten». Hier werden Brote in unterschiedlichsten Formen und Geschmacksvarianten präsentiert und natürlich auch verkostet. Mit ganz viel neuem Wissen und einem Glas Sauerkraut in der Tasche lasse ich den Abend im Kunsthaus Zürich bei Drinks und guten Gesprächen ausklingen.

Andrina Bollinger, Musikerin

Für meine persönliche LANGE NACHT der Museen bräuchte ich eigentlich die Fähigkeit, mich zu beamen, es gibt einfach zu viele spannende Dinge zu entdecken. Ich möchte unbedingt im Friedhof Forum «Das alte Krematorium» besuchen und anschliessend zum Grossmünster hinauf, um endlich «Naegelis Totentanz» zu erleben, für dessen Dokumentarfilm ich 2020 die Musik komponieren durfte. Anschliessend reizt es mich, in die begehbare «Klanginstallation der C-19-Orgel» im Toni-Areal einzutauchen.

Dann wird's knifflig: Ich kann mich noch nicht zwischen Mohamed Bourouissas Performance im Migros Museum und dem audiovisuellen Konzerterlebnis von «Arthur Hnatek & Sophie Le Meillour» im Pavillon Le Corbusier entscheiden. Und zwischendurch könnte ich ja noch zum «Sourdoughie» werden! Falls ich es bis Mitternacht schaffe, lasse ich die Nacht mit einer «Mitternachtsmeditation» im Kunsthaus ausklingen. Ich freue mich!

Raphael Golta, Stadtpräsident Zürich

Leider werde ich dieses Jahr nicht an der LANGEN NACHT der Museen teilnehmen können. Es steht nämlich meine erste grössere Auslandsreise als Stadtpräsident an. Schade… Das Programm der LANGEN NACHT verspricht eine enorme Auswahl!

Im Migros Museum für Gegenwartskunst gibt es einen Rundgang mit «Geschichten über Migration», die von den Autorinnen und Autoren in ihrer jeweiligen Sprache gelesen werden. Im extract ETH Zürich kann man sich als Neurochirurg*in versuchen und lernen, wie viel Fingerspitzengefühl es braucht, um ein Blutgerinnsel im Hirn zu entfernen. Das Musée Visionnaire organisiert eine «Graffiti-Tour» entlang der Werke des einzigartigen Harald Nägeli.

Und im FCZ-Museum erzählen Legenden 20 Jahre nach dem legendären Tor in der 93. Minute bisher ungehörte Anekdoten. Wäre ich hier… mir würde die Wahl aus all diesen phänomenalen Angeboten schwerfallen. Wofür entscheiden Sie sich? Ich wünsche Ihnen allen eine fantastische Nacht!

Eine Frage an...

... Claudia Rütsche, Direktorin Kulturama Museum des Menschen.

Seit 25 Jahren gehört das KULTURAMA zur LANGEN NACHT der Zürcher Museen – dieses Jahr pausiert das Museum wegen Renovationsarbeiten erstmals. Sie waren von Anfang an dabei: Was bedeutet Ihnen die Lange Nacht persönlich, und wie werden Sie diesen Abend verbringen?

Tatsächlich war ich an jeder LANGEN NACHT der Zürcher Museen dabei, allerdings immer im Arbeitseinsatz und daher noch nie als Besucherin. Ich habe vor, in möglichst vielen Häusern reinzuschauen und die Stimmung aufzunehmen.

Diese besondere Stimmung der Museumsnacht ist es auch, die für mich den speziellen Reiz ausmacht. Sie besteht für mich aus einer Mischung aus Neugierde, Entdeckungsfreude, Inspiration, Kreativität, Offenheit, Lernen sowie viel Spass und Austausch. Persönlich erachte ich es als Aufgabe jedes Museums, Menschen solche Erlebnisse zu ermöglichen, und ich freue mich das ganze Jahr hindurch über Museen, die mit ihren Ausstellungen und Aktivitäten genau das bewirken.

Die LANGE NACHT ist quasi die «hochkonzentrierte Powerversion» dieser Bemühungen und es ist wunderbar, dass jedes Jahr so viele und auch so unterschiedliche Menschen mit Freude in dieses Angebot eintauchen und sich von Museum zu Museum treiben lassen.

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