Stadt Zürich

    Chaos-Nacht in Zürich: Polizei bei Party-Auflösung angegriffen

    Riccardo Schmidlin
    Riccardo Schmidlin

    Zürich,

    Böller, Steine, Flaschen – ein Polizist verletzt, Polizeiautos schwer beschädigt! Das ist die Bilanz nach einer eskalierten Partynacht in der Stadt Zürich.

    Zürich
    Eine illegale Partynacht in Zürich ist eskaliert. - Stadtpolizei Zürich

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Polizei setzte Wasserwerfer, Reizstoff und Gummischrot gegen die Party-Chaoten ein.
    • Randalierer legten rund zwei Dutzend Container in Brand und verbarrikadierten Strassen.
    • Die Ermittler prüfen, ob die Vermummten vorab Feuerwerksdepots angelegt hatten.

    Eskalation am Hardplatz! Was als illegale Party begann, entwickelte sich in der Nacht auf Sonntag zu einer regelrechten Gewaltorgie.

    Vermummte Chaoten attackierten die Polizei mit Pflastersteinen, Glasflaschen und Feuerwerksraketen. Rund zwei Dutzend Container gingen in Flammen auf. Die Bilanz laut Communiqué am Sonntagmittag: ein verletzter Polizist und massive Schäden an Einsatzfahrzeugen.

    Mob
    Ein Mob stellte sich der Polizei entgegen. - Stadtpolizei Zürich

    Kurz nach 23 Uhr wurde die Stadtpolizei Zürich wegen einer Party am Hardplatz alarmiert. Zunächst liessen die Beamten das Treiben gewähren. Doch dann häuften sich die Meldungen über beschädigte Hausfassaden und Autos, gezündete Böller und Belästigungen von Anwohnern.

    Als die Polizei die Party auflösen wollte, eskalierte die Lage

    Mehr als 100 Personen hielten sich mittlerweile in einer verbarrikadierten Unterführung und auf dem Hartplatz auf. Darunter waren auch Vermummte.

    Sollen die Chaoten hart bestraft werden?

    Die Einsatzkräfte forderten die Menge mehrfach auf, den Platz innerhalb von zehn Minuten zu verlassen. Doch statt abzuziehen, flogen bereits Glasflaschen und Pflastersteine in Richtung der Polizisten.

    Angesichts der massiven Angriffe mussten sich die Einsatzkräfte zunächst zurückziehen.

    Polizei
    Ein zerstörtes Polizeiauto nach der Chaos-Nacht. - Stadtpolizei Zürich

    Dann wurde es besonders gefährlich: Eine weitere Gruppe beschoss die Polizisten gezielt mit Feuerwerksraketen. Die Detonationen erfolgten laut Polizei unmittelbar auf Kopfhöhe. Nur dank ihrer Schutzausrüstung konnten offenbar schwerere Verletzungen verhindert werden.

    Wasserwerfer, Reizstoff und Gummischrot im Einsatz

    Die Polizei reagierte mit Reizstoff, Wasserwerfern und Gummischrot. Doch auch beim anschliessenden Vorrücken wurden die Einsatzkräfte erneut mit Steinen und Raketen angegriffen. Die Randalierer verbarrikadierten Strassenzüge und warfen über längere Zeit Flaschen und Pflastersteine auf die Beamten.

    Steine
    Die Steine, mit denen die Polizei beworfen wurde. - Stadtpolizei Zürich

    Gleichzeitig brannten rund zwei Dutzend Container. Die Feuerwehr von Schutz & Rettung Zürich rückte gemeinsam mit der Stadtpolizei aus, um die Feuer zu löschen.

    Erst gegen 3 Uhr morgens war die Lage unter Kontrolle

    Ein Polizist wurde bei dem Einsatz verletzt. Mehrere Polizeifahrzeuge wurden massiv beschädigt, teilweise so schwer, dass sie Totalschaden erlitten. Wie hoch der gesamte Sachschaden ist, muss nun ermittelt werden. Die Polizei stellte zudem eine Musikanlage sicher.

    Schaden
    Der Schaden ist massiv. - Stadtpolizei Zürich

    Besonders brisant: Nach Einschätzung der Stadtpolizei deutet der gezielte Beschuss mit Raketen darauf hin, dass möglicherweise bereits im Vorfeld Feuerwerksdepots angelegt worden waren.

    Die Ermittlungen zu den Ausschreitungen und den angerichteten Schäden laufen.

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    Kommentare

    User #4952 (nicht angemeldet)

    Wie viele Verhaftungen gab es? Und wenn keine, wieso nicht? Und wenn ja, werden die Täter verhört, wer da Drahtzieher war, wer sonst noch dabei war? Direkt richterlich für ein paar Wochen in U-Haft, bis Infos rausgerückt werden. Und alles den Festgenommenen verrechnen. Wieso wird da nicht mit Betäubungsgas gearbeitet statt Tränengas? Und wenn alle wieder aufwachen sind sie im Transporter Richtung Gefängnis oder bereits in der Zelle.

    User #1251 (nicht angemeldet)

    Ein normaler Tag in diesem sicheren Land.

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