Zürich: Alte Post in Wipkingen ZH wieder besetzt
Das Gebäude der «Alten Post» in Wipkingen wurde erneut von Aktivisten besetzt. Diese fordern eine soziale und kulturelle Nutzung des Leerstands.

Das Wichtigste in Kürze
- Aktivisten haben erneut die Alte Post in Wipkingen besetzt.
- Die Besetzer fordern eine soziale und kulturelle Nutzung des Gebäudes.
- Die Besetzung führt zu Diskussionen über die Nutzung leerstehender Immobilien.
In der Nacht von Sonntag auf Montag fand im Gebäude am Wipkingerplatz eine Party statt. Noch immer ist der erste Stock besetzt. Was die Besetzerinnen wollen und was die Stadtpolizei sagt.
Wie der «Tagesanzeiger» schreibt, besetzten Demonstranten am Sonntagabend den ersten Stock des ehemaligen Postgebäudes am Wipkingerplatz. Bereits Anfang Juni hatten sie versucht, das Gebäude zu besetzen. Damals räumte die Polizei das Gebäude noch am selben Tag.
Die Polizei griff diesmal nicht ein, als eine illegale Party im besetzten Gebäude stattfand. Die Polizei sperrte die Strasse ab und zog gegen 2 Uhr wieder ab. Es wurde keine Strafanzeige von der Post gestellt und auch keine Räumungsbedingungen, wie zum Beispiel Sicherheitsbedenken, waren erfüllt. Mehr als hundert Personen hatten sich vor Ort versammelt.
Besetzer fordern öffentliche Nutzung
Die Besetzer, die sich «Der Squat» nennen, hoffen auf einen konstruktiven Dialog mit der Post. Sie planen autonome Konzerte, Partys und politische Veranstaltungen ohne Konsumzwang im alten Postgebäude in Wipkingen.
Die Aktivisten kritisieren die langjährige Leerstandssituation im Zentrum und fordern eine öffentliche Nutzung des Gebäudes. Dies soll der Verdrängung von Menschen an den Stadtrand entgegenwirken und das kulturelle Angebot für alle zugänglich zu machen.