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    Zürich: 47 Liegenschaften für 1,3 Milliarden Franken gekauft

    Stadtpolizei Zürich
    Stadtpolizei Zürich

    Zürich,

    Die Stadt Zürich investierte von 2022 bis 2025 rund 1,3 Milliarden Franken in 47 Liegenschaften mit 527 Wohnungen. Das Finanzdepartement zieht nun Bilanz.

    Zürich
    Das Fraumünster beim Rathaus im Kreis 1 in Zürich (Symbolbild) - Nau.ch / Miriam Danielsson

    Mit dem Kauf von Liegenschaften verfolgt die Stadt Zürich drei Absichten: künftigen Bedarf für städtische Einrichtungen sichern, bestehende Grundstücke durch den Zukauf benachbarter Parzellen besser nutzbar machen und dazu beitragen, dass bis 2050 ein Drittel aller Mietwohnungen gemeinnützig ist (Drittelsziel). Der Stadtrat hat dafür eine konkrete Vorgabe gemacht: Bis 2040 sollen rund 3000 zusätzliche städtische Wohnungen entstehen, etwa 50 pro Jahr durch Käufe. Tatsächlich erwarb die Stadt in den Jahren 2022 bis 2025 im Schnitt mehr als doppelt so viele.

    224'072 Quadratmeter Grundfläche erworben

    Seit 2021 kann der Stadtrat Liegenschaften ohne Zustimmung des Gemeinderats ins Finanzvermögen erwerben. Mit dem gleichzeitigen Aufbau eines Akquisitionsteams positionierte sich die Stadt als verlässliche Käuferin am Immobilienmarkt.

    2024 und 2025 prüfte die Stadt 324 Liegenschaften für einen möglichen Erwerb (für 2022 und 2023 liegen keine entsprechenden Zahlen vor). Die eingereichten Angebote basieren auf unabhängigen Schätzungen. In den meisten Fällen erhielt eine andere Partei den Zuschlag.

    Bei 47 Liegenschaften kam die Stadt zwischen 2022 und 2025 zum Zug und investierte für 224'072 Quadratmeter Grundfläche insgesamt 1,3 Milliarden Franken. Davon tragen 29 Liegenschaften mit 527 Wohnungen in 9 Stadtkreisen – erworben für 870 Millionen Franken – direkt zum Drittelsziel bei. Sie weisen ein Potenzial für rund 661 zusätzliche Wohnungen auf (Ausnutzungsreserven).

    Zudem erwarb die Stadt 18 weitere Liegenschaften als strategische Landreserven für künftige öffentliche Aufgaben. Dafür investierte sie knapp 440 Millionen Franken.

    Entwicklung braucht Zeit

    Die Bilanz zeigt: Die Stadt Zürich verfolgt eine aktivere Erwerbsstrategie als früher. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zum Drittelsziel und sichert die Bezahlbarkeit von Mieten dauerhaft. Der Erwerb von Liegenschaften bringt aber auch Herausforderungen mit sich:

    Höhere Anfangsmieten:

    Die meisten Neuerwerbungen bieten Potenzial für mehr Mietwohnungen – das schlägt sich, zusammen mit dem hohen Marktniveau, im Kaufpreis nieder. Werden dort Wohnungen gebaut, liegen die Mieten in der Regel höher als bei bestehenden städtischen Wohnungen, auch wenn das Kostenmietmodell angewendet wird. Langfristig entwickeln sich die Mieten aber entsprechend den Kosten und deshalb im Verhältnis moderater als Marktmieten.

    Entwicklungsdruck:

    Die Kosten des nicht ausgeschöpften Potenzials für mehr Mietfläche können nicht über die Kostenmiete den Mietenden verrechnet werden und fallen im allgemeinen Finanzhaushalt an. Das erzeugt Druck, rasch zu bauen – was jedoch einem sozial verträglichen Umgang mit den bestehenden Mietenden widerspricht. Auch Anforderungen an Klimaschutz, Denkmalpflege und Biodiversität verlangen häufig ein schrittweises Vorgehen.

    Organisatorische Herausforderungen:

    Die Übernahme einer beträchtlichen Zahl neuer Liegenschaften mit ihren Mieterschaften sowie der Druck, diese Flächen zu entwickeln, erforderten zusätzliches Personal und neue Prozesse, die sich nun einspielen müssen.

    Es zeigt sich also, dass die nachhaltige Entwicklung der erworbenen Immobilien Zeit benötigt und mit Bedacht anzugehen ist.

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