Zürich: 20 neue Integrationsziele bis 2030 beschlossen
Der Stadtrat von Zürich hat die integrationspolitischen Ziele 2026–2030 verabschiedet. Erstmals gibt es eine eigene Stossrichtung gegen Diskriminierung.

Die Integrationspolitik der Stadt Zürich orientiert sich an strategischen Zielen, die der Stadtrat jeweils für eine Legislatur festlegt. Sie umfassen erstmals eine eigene Stossrichtung zur Verhinderung von Diskriminierung und ergänzen das Themenfeld Digitalisierung.
Die Stadt Zürich ist vielseitig und migrantisch geprägt. Fast 45 Prozent der Bevölkerung sind im Ausland geboren und jährlich ziehen rund 17'000 Menschen direkt aus dem Ausland neu nach Zürich. Das Zusammenleben funktioniert gut und wird durch eine aktive Integrationspolitik gefördert.
Dazu legt der Stadtrat für jede Legislatur integrationspolitische Ziele fest, die durch die Departemente und Dienstabteilungen umgesetzt werden.
Die integrationspolitischen Ziele 2026–2030 sind eine Weiterentwicklung der Ziele der letzten Legislatur. Sie stehen unter dem Titel «Zürich ist gelebte Vielfalt» und umfassen 20 Ziele, die fünf inhaltlichen Stossrichtungen zugeordnet sind. Die Verhinderung von Diskriminierung erhält erstmals eine eigene Stossrichtung.
Neu berücksichtigt wurde beispielsweise das Themenfeld Digitalisierung. Die fünf Stossrichtungen sind:
Zugang ermöglichen:
Alle Bewohnerinnen und Bewohner profitieren gleichermassen von den Angeboten und Dienstleistungen der Stadt Zürich.
Teilhabe stärken:
Die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Zürich beteiligen sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten am wirtschaftlichen, politischen und sozialen Alltag. Die Zivilgesellschaft trägt aktiv zum Gemeindeleben bei.
Willkommens- und Anerkennungskultur pflegen: Alle Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Zürich sind Teil der Stadtgesellschaft. Sie werden auf Basis der Grundrechte und der geltenden Rechtsordnung in ihrer persönlichen Lebensweise geachtet und anerkannt.
Diskriminierungen verhindern: Die Stadt Zürich engagiert sich gegen Ausgrenzungen und Benachteiligungen sowie für Rahmenbedingungen, welche die individuelle und gesellschaftliche Integration unterstützen.
Herausforderungen angehen: Die Stadt Zürich engagiert sich für den sozialen Frieden. Herausforderungen und Schwierigkeiten im Zusammenleben werden vorausschauend und mit tragfähigen Lösungen angegangen.
Die städtische Fachstelle Diversität, Integration, Antirassismus unterstützt bei Bedarf die Stadtverwaltung bei der Erarbeitung und Umsetzung von Massnahmen. Sie hat zur Umsetzung in der letzten Legislatur einen Kurzbericht verfasst. Dieser zeigt mit konkreten Praxisbeispielen, dass eine Vielzahl von Massnahmen umgesetzt wurde und dass Herausforderungen erkannt und angegangen werden.






