Anna-Béatrice Schmaltz (Grüne) will in den Zürcher Gemeinderat. Im Video-Interview mit Nau.ch erklärt sie, für welche politischen Themen sie sich einsetzt.
Anna-Béatrice Schmaltz ist Zürcher Gemeinderatskandidatin der Grünen. - Nau.ch/Aydemir Hüseyin

Das Wichtigste in Kürze

  • Anna-Béatrice Schmaltz kandidiert für den Zürcher Gemeinderat.
  • Sie setzt sich gegen Diskriminierung und für Anliegen von sogenannten Flinta-Personen ein.
  • Sie will, dass Zürich eine lebenswerte Stadt bleibt – für alle.

Am 13. Februar wählt die Stadt Zürich Regierung und Parlament. Dabei geht es um neun Stadtratssitze und 125 Gemeinderatssitze in der grössten Schweizer Stadt.

Vor den Wahlen hat Nau.ch-Reporter Hüseyin Aydemir diverse Kandidatinnen und Kandidaten getroffen, um mit ihnen über ihre politischen Ziele zu sprechen. Im zweiten Teil stellt sich Anna-Béatrice Schmaltz von den Grünen vor.

Druck sozialer Bewegungen mit Politik verbinden

Anna-Béatrice Schmaltz setzt sich für eine feministische, solidarische und klimagerechte Stadt Zürich ein. Sie ist bereits seit mehreren Jahren in Vereinen tätig und bringt Erfahrung in Parteipolitik mit.

Ihr ist es wichtig, starke soziale Bewegungen und deren Anliegen druckvoll mit der institutionalisierten Politik zu verbinden. Die Grünen-Politikerin will Allianzen schmieden, «aber es braucht auch nicht immer überall Kompromisse». Es müsse eine Balance gefunden werden.

Anna-Béatrice Schmaltz
Anna-Béatrice Schmaltz (Grüne) kandidiert für den Zürcher Gemeinderat. - zvg

Schmaltz setzt sich für Flinta-Personen ein. Im Interview erklärt sie: «Das sind Menschen, die aufgrund patriarchaler Strukturen Diskriminierung erleben.» Zürich müsse noch mehr zur Gleichstellung der Geschlechter beitragen. Sie will die Problematik noch sichtbarer machen und weist im Interview auf «Ablenkungsstrategien» hin, die ein Vorankommen der Bewegung verhindern.

Das hat auch die feministische Streikbewegung gefordert: Es braucht eine ausreichende Finanzierung von Frauen- und Mädchenhäusern. Und es braucht Massnahmen gegen Gewalt und Belästigung im öffentlichen Raum sowie bezahlbare Kinderbetreuung für alle.

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Anna-Béatrice Schmaltz will die Problematik um Diskriminierung sichtbarer machen und den Diskurs fördern. - Keystone

Für Klimaschutz und neue Formulare

Es brauche bezahlbaren und klimagerechten Wohnraum. Die Stadt Zürich soll lebenswert für alle Menschen sein. Für Anna-Béatrice Schmaltz ist klar: Die Stadt Zürich muss eine konsequente Klimapolitik verfolgen. Auch ihr Engagement für Umweltschutz will sie im Gemeinderat weiterführen.

Für Schmaltz ist wichtig, dass auch Frauen und nicht-binäre Menschen im Gemeinderat mitentscheiden, wie die Zukunft der Stadt Zürich aussieht. Ihre konkrete Massnahme: Sie will bei Formularen die Geschlechtsangabe um die Option «Non-Binär» erweitern. «Nur 30 Prozent Frauen im Gemeinderat sind viel zu wenig», erklärt sie die Motivation hinter ihrer Kandidatur.

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