Es braucht mehr Schulraum in der Stadt Zürich - die Bau-Liste ist entsprechend lang: 25 Grossprojekte sollen bis ins Jahr 2030 geplant und umgesetzt werden. Investiert wird dabei auch in die Tagesschul-Strukturen, die alleine Baukosten von 146 Millionen Franken verursachen werden.
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Aneinandergereihte Schulrucksäcke. - Keystone

Ab dem Schuljahr 2023/24 sollen alle Stadtzürcher Schulen etappenweise zu Tagesschulen werden. Damit dies möglich wird, müssen die Anlagen auch entsprechend aufgerüstet werden, wie die Verantwortlichen am Dienstag an einer Medienkonferenz informierten.

In einigen Schulen müssten dabei in einer bestehenden Küche nur gewisse Gastrogeräte installiert werden, in anderen müssten hingegen komplette Neubauten für die Betreuungsangebote geschaffen werden, wird Hochbauvorstand André Odermatt (SP) in einer Mitteilung zitiert. «Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, damit wir rechtzeitig parat sind.»

Bereit ist die Stadtzürcher Schule inzwischen auch für das weitere Bevölkerungswachstum: «Dank der vor zwei Jahren gestarteten Schulraumoffensive haben wir die Situation jetzt im Griff», wird Schulvorstand Filippo Leutenegger (FDP) zitiert.

Im laufenden Schuljahr besuchen rund 34'400 Mädchen und Knaben die Volksschule. Im Schuljahr 2028/29 wird mit zusätzlichen 5300 Schulkindern gerechnet. Das entspricht einer Zunahme um 15,5 Prozent. Dieser Anstieg «kann mit den geplanten Massnahmen gedeckt werden», wie es in der aktualisierten Schulraumplanung heisst.

Wie viel die Stadt Zürich für die 25 Grossprojekte aufwerfen muss, lässt sich noch nicht konkret beziffern. Stadt Zürich Immobilien geht derzeit aber davon aus, dass bis 2030 mit Investitionen in der Grössenordnung von rund zwei Milliarden Franken für das gesamte Teilportfolio Schulbauten zu rechnen ist.

Dieser Betrag umfasst nicht nur die geplanten Neubauten, sondern beinhaltet unter anderem auch die Instandsetzungen bestehender Anlagen sowie die Kosten zur flächendeckenden Einführung der Tagesschule.

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