Stadt Zürich

Untersuchungsteam zum Fall der Herzklinik USZ zusammengestellt

Kantonspolizei Zürich
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Zürich,

Im Fall um die Herzchirurgie des Universitätsspitals (USZ) wurde ein interdisziplinäres Untersuchungsteam aus vier Staatsanwälten zusammengestellt.

Das Universitätsspital Zürich (USZ) hat einen Mitarbeiter entlassen, der trotz Hygienebedenken des Spitals ein religiöses Armband nicht ablegen wollte. Das Verwaltungsgericht gab dem...
Im Zusammenhang zu den Vorkommnissen zur Herzklinik der USZ wurde nun ein Untersuchungsteam zusammengestellt. - KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

Am 5. Mai 2026 hat der Spitalrat des Universitätsspitals Zürich (USZ) den Bericht der unabhängigen Untersuchungskommission UK 16/20 zu den Vorkommnissen an der Klinik für Herzchirurgie des USZ im Zeitraum von 2016 bis 2020 vorgestellt.

Zudem entschied der Spitalrat, bei 11 von der Kommission überprüften Todesfällen sowie 13 Einsätzen von Medizinprodukten Anzeige oder Meldung bei der Staatsanwaltschaft zu erstatten.

Gestützt auf eine erste Analyse des Berichts der Untersuchungskommission sowie der bisher eingegangenen Anzeigen und Meldungen des USZ hat die Oberstaatsanwaltschaft Kanton Zürich das Team für eine strafrechtliche Aufarbeitung der Vorkommnisse an der Klinik für Herzchirurgie des USZ zusammengestellt.

Ganzheitliche Beurteilung sämtlicher Fragestellungen

Die Verantwortung übernehmen vier Staatsanwältinnen und Staatsanwälte aus den drei kantonalen Staatsanwaltschaften, die auf bestimmte Deliktsarten spezialisiert sind.

Unterstützt werden sie durch weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Kanton Zürich sowohl im juristischen als auch administrativen Bereich sowie Ermittlerinnen und Ermittler der Kantonspolizei Zürich.

staatsanwältin
Justizia-Statue. (Symbolbild) - AFP/Archiv

Das Team vereint Expertise aus den Bereichen Medizinalstrafrecht, Wirtschaftsstrafrecht, Beamtendelikte sowie ausgewiesene Kompetenzen in der Gestaltung und Steuerung komplexer Verfahren.

Bisher kam es zu drei Strafanzeigen

Dadurch wird gewährleistet, dass sämtliche fachlichen Fragestellungen ganzheitlich beurteilt werden können. Das Untersuchungsteam wird bei Bedarf erweitert, um zusätzliche Fachkompetenzen und genügend Ressourcen sicherzustellen.

Im Zusammenhang mit der vom Spitalrat in Auftrag gegebenen Administrativuntersuchung sind bei der Staatsanwaltschaft bisher drei Strafanzeigen wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung, fahrlässige (schwere) Körperverletzung sowie Urkundenfälschung sowie 11 Meldungen wegen mutmasslich unangemessenen Einsatzes von Medizinprodukten eingegangen.

Prüfung von Untersuchungsbericht, Anzeigen und Meldungen

Derzeit werden die eingegangenen Anzeigen, die sich gegen Unbekannt richten, sowie die Meldungen geprüft. Ergänzend wird der Bericht der Untersuchungskommission einer einlässlichen Prüfung unterzogen.

Die Erkenntnisse daraus fliessen wiederum in die Bearbeitung der Anzeigen und Meldungen ein. Aufgrund der Komplexität der Materie wird die strafrechtliche Aufarbeitung Zeit in Anspruch nehmen.

Die Staatsanwaltschaft muss dabei klären, ob hinreichend konkrete Hinweise auf Straftaten vorliegen, aber auch, gegen wen sich allfällige Vorwürfe im Einzelfall richten.

Kommentare

User #6178 (nicht angemeldet)

Lange Haftstrafen für alle Involvierten und alle Mitwisser - war ja schon bei der Bevölkerung seit vielen Jahren bekannt, dass man im USZ keine Herz OP macht, genau wegen dem!

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