Die Stadt Zürich übergibt die Werdhölzli-Grillstelle der Öffentlichkeit. Die ursprüngliche Kläranlage dient nun als Biotop.
Werdhölzli
Die mechanische Reinigung im Rechengebäude mit Grobsandfang und Rechenanlage im Klärwerk Werdhölzli in Zürich. - Keystone

Die ganzen Unregelmässigkeiten bei Entsorgung und Recycling Zürich (ERZ) haben für die Zürcher Bevölkerung doch noch etwas Gutes: Sie erhält eine neue Grillstelle mit angrenzendem Fischteich und Biotop in der Kläranlage Werdhölzli.

Die zwei stillgelegten Klärbecken in der Kläranlage Werdhölzli waren von ERZ-Mitarbeitenden einst zur internen Badeanlage umgebaut worden. Nachdem die ganze ERZ-Affäre mit ihren schwarzen Kassen und nicht rechtmässigen Vorteilen für Mitarbeitende ans Licht kam, entschied die Stadt, die Badeanlage der Bevölkerung freizugeben.

Statt gebadet wird dort künftig aber grilliert. Teich und Grillstelle wurden vom Werkareal der Kläranlage abgetrennt, die Wasserbecken sind eingezäunt. Die Bauarbeiten seien nun beendet, so dass der Platz als Naherholungsgebiet der Bevölkerung übergeben werden könne, teilte die Stadt mit. Spontane Ausflüge dorthin sind jedoch nicht möglich. Der Platz muss auf der Website der Stadt im Voraus reserviert werden, was einen Unkostenbeitrag mit sich bringt.

Die ERZ-Affäre sorgte ab 2017 landesweit für Schlagzeilen. Diese Dienstabteilung hatte während Jahren nach eigenen Regeln gelebt. Neben der Badeanlage im Klärwerk gab es für die Mitarbeitenden unter anderem ein Fitnesscenter, teure Weihnachtsfeste und eine Anlage mit Wildvögeln und Emus. Dabei wurden städtische Gelder zweckentfremdet.