Die Zürcher Schulleiterinnen und Schulleiter bezeichnen die Situation bei der Besetzung von Lehrerstellen auf das neue Schuljahr hin als prekär. Einzelne Schulklassen seien sogar aufgelöst worden, weil Stellen nicht besetzt werden konnten.
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Eine Schülerin hebt die Hand. (Symbolbild) - Keystone

Der Verband Schulleiterinnen und Schulleiter Zürich (VSLZH) widerspricht mit seiner Mitteilung vom Freitag der Darstellung der Bildungsdirektion, die am 17. August über den Stand der Stellenbesetzung an den Volksschulen informierte. Trotz steigender Schülerzahlen hätten praktisch alle Stellen besetzt werden können, lautete das Fazit.

Eine Umfrage des VSLZH unter den Schulleitenden zeigt laut Mitteilung jedoch ein anderes Bild: Nur 44 Prozent der Teilnehmenden meldeten, dass alle Stellen gut besetzt werden konnten. Die anderen 56 Prozent gaben an, dass eine oder sogar mehrere Lehrpersonen fehlen würden.

Bei den nicht besetzbaren Stellen seien Lösungen mit befristeten Stellvertretungen oder mit nicht ausgebildeten oder stufenfremden Lehrpersonen gefunden worden. In einigen Fällen seien aber auch Klassen aufgelöst und die Schülerinnen und Schüler auf andere Klassen verteilt worden.

Der VSLZH fordert nun Massnahmen, um die Situation zu verbessern. Es brauche genügend Fachpersonal, um die Schulqualität sicherzustellen.