Stadt Zürich

    Kies- und Aushubtransporte sollen im Kanton Zürich auf die Schiene

    Keystone-SDA Regional
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    Mindestens ein Drittel des abgebauten Kieses und des Baustellen-Aushubs soll im Kanton Zürich in Zukunft auf der Schiene transportiert werden.

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    Der Kantonsrat Zürich stellt sich gegen Konversationstherapien. (Symbolbild) - Keystone

    Mindestens ein Drittel des abgebauten Kieses und des Baustellen-Aushubs soll im Kanton Zürich in Zukunft auf der Schiene transportiert werden. Der Kantonsrat hat am Montag die dazu notwendigen Gesetzänderungen in erster Lesung beschlossen.

    Hintergrund des neuen Regelwerks ist die räumliche Situation im Kanton Zürich: Die grossen Baustellen liegen weitgehend im südlichen Kantonsteil und in Zürich und Winterthur, die grossen Kiesabbaugebiete und Deponien für Baustellen-Aushub hingegen im Norden des Kantons. Dies verursacht überregionalen Schwerverkehr und belastet insbesondere die Dörfer im nördlichen Kantonsteil stark mit LKW-Durchgangsverkehr.

    Um die Belastung zu reduzieren verlangt der kantonale Richtplan einen Bahnanteil von 35 Prozent für Kies und Aushub. Mit Änderungen im Planungs- und Baugesetz sowie im Strassengesetz soll nun die Vorgabe des Richtplanes umgesetzt werden.

    «Wir können recht viele LKW-Fahrten mit verhältnismässig wenig Aufwand verhindern», warb Baudirektor Martin Neukom für die Vorlage. Betroffen von den Transportvorgaben wären nämlich nur die allergrössten Baustellen, etwa zehn im ganzen Kanton. Dazu zählten etwa die Baustellen des Polizei- und Justizzentrum und des Kinderspitals in Zürich.

    Für die Bauherren von Grossprojekten dürfte dies laut dem Regierungsrat zu Mehrkosten von jährlich insgesamt 15 bis 25 Millionen Franken führen. Die Gesamtkosten für die betroffenen Projekte dürften demnach um weniger als zwei Prozent steigen. Bauherren, welche die ihnen auferlegte Pflicht nicht erfüllen, sollen Ersatzabgaben bezahlen.

    Die Vorlage war im Parlament unbestritten. «Wir können uns so neue Strassen sparen», freute sich etwa Felix Hoesch (SP, Zürich). Doch selbst die gegenüber grünen Anliegen oft skeptische SVP war dafür. «Bei solchen Grossprojekten macht es Sinn», sagte Sandra Bossert (Wädenswil).

    Die Gesetzesänderungen wurden innert kürzester Zeit in erster Lesung beschlossen. Nach der Bearbeitung durch die Redaktionskommission des Kantonsrates, wird sich dieser noch ein zweites Mal mit dem Transport von Kies und Aushub auf der Schiene beschäftigen.

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