Stadt Zürich

Kanton will verletzliche Personengruppen vor Kriminalität schützen

Keystone-SDA Regional
Keystone-SDA Regional

Zürich,

Der Zürcher Regierungsrat will verletzliche Personengruppen besser schützen.

Kanton Zürich
Wappen des Kantons Zürich. (Symbolbild) - Keystone

Kantonspolizei Zürich und Staatsanwaltschaft setzen bei der Strafverfolgung verstärkt auf den Schutz von Senioren, den Kampf gegen Gewalt gegen Frauen und Pädokriminalität im Internet.

Der Regierungsrat hat für die Jahre 2023 bis 2026 fünf Schwerpunkte festgelegt.

Neben dem Seniorenschutz, der digitalen Beweisführung sowie der Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt, die bereits in den vergangenen vier Jahren im Fokus standen, kommen neu zwei Schwerpunkte hinzu: Die Verhinderung von clanartigen kriminellen Strukturen und die Bekämpfung der Pädokriminalität im Netz.

Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt sei «wahnsinnig häufig»

«Wir haben dort angesetzt, wo die Gesellschaft besonders verletzlich ist», sagte Justizdirektorin Jacqueline Fehr (SP) am Donnerstag, 30. März 2023, vor den Medien.

Erfolgreicher Gewaltschutz sei eine staatliche wie gesellschaftliche Daueraufgabe, betonte Sicherheitsdirektor Mario Fehr (parteilos).

«Wahnsinnig häufig» sei Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt, sagte der Sicherheitsdirektor. So musste die Kantonspolizei im vergangenen Jahr durchschnittlich jeden Tag fast 20 mal deswegen ausrücken.

Mit einem speziellen Lernprogramm gelang es, das Rückfallrisiko der Täter erheblich zu senken. Die Kampagne «Stopp Gewalt gegen Frauen» soll um den Aspekt «Stopp Häusliche Gewalt» erweitert werden.

Sehr hohe Dunkelziffer

Weiter soll der Schutz von Senioren ausgebaut werden.

Diese stehen oft im Fokus von kriminellen Gruppen wie etwa Telefonbetrügern, auch steigt mit zunehmendem Alter das Risiko für psychische oder physische Gewalt.

Dabei gebe es eine sehr hohe Dunkelziffer, sagte Franziska Schubiger, Leiterin der Fachstelle Seniorenschutz bei der Kantonspolizei.

Viele Opfer schämen sich und schweigen daher.

Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen soll ausgebaut werden

Zu den gravierendsten Delikten gehört der sexuelle Missbrauch von Kindern. «Die Opfer leiden oft ihr ganzes Leben», sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Andreas Eckert.

Es habe bereits einige Ermittlungserfolge gegeben. Nun soll unter anderem die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen ausgebaut werden.

Schliesslich nehmen die Strafverfolgungsbehörden die Clan- und Kryptokriminalität stärker ins Visier.

So werden Konzepte zur Prävention und zur Bekämpfung erarbeitet. «Wehret den Anfängen», betonte Mario Fehr.

Kommentare

Weiterlesen

sdf
301 Interaktionen
Über ein Jahr
Egerkinger Komitee
677 Interaktionen
Aufruf zu Hass?

MEHR AUS STADT ZüRICH

2 Interaktionen
Zürich
Isabel Garcia
Zürcher Kontroverse
Unfall Hardbrücke
Person verletzt
3 Interaktionen
Zürich