Im Pantanal des Zoo Zürich sind vier junge Capybaras auf die Welt gekommen. Sie sind bereits flink mit ihren Eltern unterwegs.
Sissi mit ihren vier Jungtieren.
Sissi mit ihren vier Jungtieren. - Zoo Zürich; Enzo Franchini

In der Pantanal-Anlage des Zoo Zürich hat es Nachwuchs gegeben bei den Capybaras: Weibchen Sissi brachte am 27. September vier gesunde Jungtiere zur Welt. Sissi kommt aus dem Tierpark Hellabrunn in München und lebt seit knapp drei Jahren im Zoo Zürich.

Vater der Jungtiere ist das neunjährige Männchen Mo, selber in Zürich geboren. Das Geschlecht der Jungtiere ist noch nicht bekannt. Es wird im Alter von etwa drei Monaten bestimmt, wenn die Jungtiere das erste Mal untersucht und gechipt werden.

Selbst im Erwachsenenalter sind Capybara-Weibchen und -Männchen recht schwierig voneinander zu unterscheiden, da sie sehr ähnlich aussehen und sich ihre Geschlechtsorgane im Körperinneren befinden.

Kaum sind sie geboren, schon sind sie unterwegs

Als Nestflüchter sind die jungen Capybaras bereits flink in der Anlage unterwegs und folgen ihren Eltern. Die Mutter versorgt die Jungtiere etwa drei bis vier Monate lang mit Milch. Die Baby-Capybaras beginnen aber auch sehr rasch, Gras zu fressen, zusätzlich zum Milchtrinken.

Gräser bilden zusammen mit Wasserpflanzen die Hauptnahrung des grössten und schwersten heute lebenden Nagetiers. Erwachsene Capybaras können bis zu 60 Kilogramm auf die Waage bringen.

Dass sie dabei wie ein zu gross geratenes Meerschweinchen aussehen, kommt nicht von ungefähr: Sie gehören in die gleiche Familie wie das Hausmeerschweinchen.

Die Capybaras sind geschickte Schwimmer

Capybaras sind in Südamerika östlich der Anden weit verbreitet. Man nennt sie auch Wasserschweine. Während sie mit Schweinen nichts zu tun haben, sind sie ans Wasser tatsächlich hervorragend angepasst.

Sie haben kleine Schwimmhäute zwischen den Zehen und wie beim Krokodil liegen beim Capybara Nase, Augen und Ohren auf einer Linie. Die Nager können damit im Wasser fast komplett untertauchen und trotzdem noch alles riechen, sehen und hören.

Bis 2025 soll die neue Pantanal-Anlage Voliere entstehen

In rund einem Jahr startet der Zoo Zürich in der Pantanal-Anlage mit den Bauarbeiten für die neue Pantanal Voliere, das erste Grossprojekt im Rahmen des Entwicklungsplans 2050.

In der neuen Anlage werden die Zoogäste ab 2025 in luftige Höhen aufsteigen und unter Wasser abtauchen. Sie werden erleben so alle Dimensionen des südamerikanischen Feuchtgebiets erleben.

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