Die Lichtsignalanlagen in der Stadt Zürich sollen Velofahrende bevorzugen und ihnen gegenüber Auto- und LKW-Lenkenden einen Vorsprung von 10 Sekunden einräumen.
Eine Lichtsignalanlage steht auf Rot (Symbolbild). - Pixabay

An vielen Kreuzungen in der Stadt Zürich gibt es sogenannte Velosäcke: Fahrradfahrer können sich vor der stehenden Fahrzeugkolonne direkt vor der Ampel aufstellen und bei Grünlicht als Erste losfahren. Dies erleichtert ihnen insbesondere das Linksabbiegen.

Das sei grundsätzlich eine gute Idee, heisst es im Postulat. Doch sei die Situation für Velofahrende nur dann sicher, wenn diese durch ein eigenes Lichtsignal mit einem Vorzug von mindestens 10 Sekunden vor den Autofahrenden losfahren könnten. «Mit einem solchen Vorsprung können sich auch weniger versierte Velofahrende auf die Strasse wagen und sicher aus den Velosäcken starten.»

Die SVP hatte am Mittwochabend für das Anliegen kein Verständnis: Würden Velofahrende an den Kreuzungen 10 Sekunden bevorzugt, blieben die anderen Verkehrsteilnehmenden blockiert, sagte Derek Richter. «Das würde zum Verkehrskollaps führen.»

Die Mehrheit des Gemeinderats sprach sich aber dafür aus, dass der Stadtrat die mögliche Einführung eines Vorzugsstarts nun zumindest einmal prüfen soll.

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