Neu zahlen Studierende der Universität Zürich für Fleischgerichte deutlich mehr als für ein Vegimenü: Das ist nicht politisch begründet - Fleisch kostet halt einfach mehr, heisst es bei der Uni sinngemäss.
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Gebäude der Universität Zürich. - Keystone

«Wodurch wird die neue Differenzierung der Menü-Preise legitimiert?», hatten sich drei Kantonsräte von SVP und EDU in einer Anfrage an den Regierungsrat erkundigt. Sie befürchteten, dass die Studierenden so mehr oder weniger subtil dazu gedrängt werden sollen, den Fleischkonsum sein zu lassen.

Für die neue Preisgestaltung sei ausschlaggebend gewesen, dass «die Kosten besser abgebildet werden», schreibt der Regierungsrat in seiner Antwort, bei der er sich mangels eigener Zuständigkeit auf die Angaben der Universität beruft.

Fleisch habe die deutlich höchsten Kosten. «In der öffentlichen Gastronomie wird das Fleischmenü in aller Regel ebenfalls teurer angeboten.»

Das Vegi-Menü kostet gemäss Anfrage neu 5.80 statt 5.40 Franken, das Fleisch-Menü 6.90 statt 5.40 Franken. Zuvor seien die Preise während mehr als 15 Jahren nicht verändert worden - am Ende hätten sie im schweizweiten Vergleich bis zu 30 Prozent unter dem Preisniveau anderer Hochschulen gelegen, heisst es in der Antwort.

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