Vom 24. Juni bis am 24. September 2021 lädt das Stadtarchiv Zürich zu seiner Ausstellung «Elektrizität und kein Ende! – Wasserkraft für die Stadt Zürich» ein.
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Elektrizitätswerke Zürich. - Keystone

Vom 24. Juni bis am 24. September 2021 zeigt das Stadtarchiv Zürich in seiner Ausstellung «Elektrizität und kein Ende! – Wasserkraft für die Stadt Zürich» Fotografien aus dem historischen Bildarchiv des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich. Die Aufnahmen dokumentieren den Kraftwerkbau in und um Zürich und den damaligen technischen Fortschritt.

Imposante Staumauern im Gebirge, Turbinen, Maschinenhäuser und Schaltzentralen; damit verbindet man das Thema Wasserkraft. Für einmal trifft man diese eindrücklichen Elemente der Kraftwerke als Fotografien im Stadtarchiv, mitten in Zürich am Neumarkt 4.

Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich hat dem Stadtarchiv im Jahr 2019 sein historisches Bildarchiv übergeben. Es umfasst ungefähr 7000 Fotografien von der Jahrhundertwende bis in die 1970er Jahre. Die aktuelle Ausstellung – vom 24. Juni bis zum 24. September 2021 – macht diese eindrücklichen Aufnahmen öffentlich und setzt sie in einer ausführlichen Begleitpublikation mit thematischen Artikeln zur Elektrifizierung Zürichs in eine historische Perspektive.

Es werde Licht

Ende des 19. Jahrhunderts beschloss die Zürcher Gemeindeversammlung, die Stadt mit elektrischem Strom zu beleuchten. Dazu wurde 1892 das erste Wasserkraftwerk im Zürcher Letten gebaut. Die Nachfrage nach Strom stieg jedoch rasant, neue Energiequellen mussten erschlossen werden. Die Kraftwerke Albula in Graubünden, Wägital im Kanton Schwyz und in Wettingen im Aargau entstanden. Etwas später folgten die beiden Bündner Kraftwerke Julia mit dem Stausee Marmorera und Albigna im Bergell.

Mit den historischen Bildern des ewz lassen sich die Landschaften vor und nach den Grossbauten sowie die ersten Vorarbeiten der Kraftwerke bis zu ihrer Inbetriebnahme nachvollziehen.

Die Fotografien sind eine eindrückliche Dokumentation über die Kraft der Natur, des damaligen technischen Fortschritts und der industriellen Innovation. So erinnern zahlreiche Maschinen- und Schalthäuser an den architektonischen Baustil von Prunkbauten. Sie wurden als «Kathedralen der Technik und Schlösser des Fortschritts» gebaut. Symbolisch stehen sie für die überragende schweizerische Ingenieurskunst.

Gesellschaftliche Veränderung und schwierige Arbeitsbedingungen

Die Aufnahmen zeigen aber auch die schwierigen Bedingungen und das harte Leben der Arbeiter auf den Grossbaustellen, die diese «Wunderwerke der Technik» gebaut haben. Zugleich sind sie Zeugen von gesellschaftlichen Veränderungen, vom Zusammenprall zwischen Technik und Natur.

«Elektrizität und kein Ende!»: Der Titel der Ausstellung im Stadtarchiv weist darauf hin, dass die Nachfrage nach Elektrizität kaum an Aktualität eingebüsst hat. Die Wasserkraftwerke machten das Angebot an Elektrizität in Zürich erst möglich, und stellen es heute noch sicher. Die Geschichte der Elektrifizierung von Zürich ist untrennbar verbunden mit der Geschichte der Nutzung von Wasserkraft.

Zur aktuellen Ausstellung publiziert das Stadtarchiv unter demselben Titel die dritte Ausgabe seiner Zeitschrift arché. In dieser ausführlichen Begleitpublikation können die sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Hintergründe zu den Kraftwerksbauten nachgelesen werden.

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