Die Stadt Zürich soll «schnell und effizient» deutlich mehr Alterswohnungen bauen. Dies fordert eine städtische Volksinitiative, die am Dienstag mit rund 7000 Unterschriften eingereicht worden ist.
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Ein Mann geniesst das sonnige Wetter beim Zeitunglesen an der Limmat, gegenüber dem Niederdorf in Zürich. (Symbolbild) - Keystone

Die Initiative wurde vor Ablauf der Hälfte der Sammelfrist eingereicht, weil die Initiantinnen und Initianten keine Zeit verlieren möchten, wie es in einer Mitteilung heisst.

«Mehr Alterswohnungen in Zürich» will erreichen, dass die Zahl der gemeinnützigen Alterswohnungen bis zum Jahr 2035 um 2000 erhöht wird. Die Gemeindeordnung soll mit einem entsprechenden Zusatz ergänzt werden. Der Bedarf sei unbestritten, schon jetzt stehen über 4000 Menschen auf der Warteliste für eine Alterswohnung, heisst es in der Mitteilung.

Ein grösseres Angebot an altersgerechten Wohnungen helfe auch jungen Familien, die dann in frei werdende Familienwohnungen einziehen könnten.

Das überparteiliche Komitee will mit der Einreichung der Unterschriften anregen, dass die Wohndelegation des Stadtrats zusammen mit der Stiftung für Alterswohnungen so rasch wie möglich ein fünf Punkte umfassendes Wohnbauprogramm für das Alter vorlegt.

Unter anderem soll nicht nur bei allen kommunalen Wohnbauprojekten die Realisierung von Alterswohnungen geprüft werden, sondern auch bei der Vergabe von Baurechten. Ausserdem soll das Amt für Städtebau bei Planungsvorhaben den Bau von preisgünstigen Alterswohnungen systematisch einfordern.

Das überparteiliche Initiativkomitee «Mehr Alterswohnungen in Zürich» wurde unterstützt von der Alternativen Liste, der Evangelischen Volkspartei, der Grünen Partei und der Partei der Arbeit. Der Mieterverband, die Gewerkschaft Unia und Avivo zählen ebenfalls zu den Unterstützern.

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