Wie die Gemeinde Zug berichtet, wird für das Jahr 2022 mit einem Überschuss von 6.5 Millionen Franken gerechnet.
Die Stadtverwaltung in Zug.
Die Stadtverwaltung in Zug. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel
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Die Stadt Zug rechnet für das Jahr 2022 mit einem Überschuss von 6.5 Millionen Franken. Das budgetierte Ergebnis basiert auf einem unveränderten Steuerfuss von 54 Prozent und den an der Urne vom 7. März 2021 beschlossenen Massnahmen zur Bewältigung der finanziellen Folgen des Coronavirus.

Corona wird sich jedoch gemäss den Erwartungen bei den Steuereinnahmen weniger stark bemerkbar machen, als dies noch vor einem Jahr zu erwarten war: Die Stadt Zug geht für 2022 von einem rund 8.4 Millionen Franken höheren Steuerertrag als im Budget 2021 aus.

Für die Steuerjahre 2021 bis 2023 erhöhen sich die persönlichen Abzüge für natürliche Personen von 7'100 auf 11'100 Franken für Alleinstehende beziehungsweise von 14'200 auf 22'200 Franken für Verheiratete.

Zudem wurde einem Ausbau des Mieterabzugs zugestimmt. Für das Steuerjahr 2022 ergeben sich für die Stadt durch die Annahme des neuen Steuergesetzes Einbussen zwischen 7 und 8 Millionen Franken.

Auch im internationalen Steuerfeld kommt es zu Veränderungen

Stadtrat André Wicki, Vorsteher des Finanzdepartements relativiert: «Wir sind zuversichtlich, dass wir durch das prognostizierte Wachstum diese Mindereinnahmen kompensieren werden.»

Die Steuereinnahmen bei den natürlichen Personen dürften sich gegenüber dem Vorjahresbudget um 5.25 Millionen auf total 136.35 Millionen Franken erhöhen, jene der juristischen Personen um 2.65 Millionen auf total 82.65 Millionen Franken und die Sondersteuern um 0.5 Millionen auf 11.0 Millionen Franken.

Der budgetierte Fiskalertrag beträgt 230 Millionen Franken und somit 8.4 Millionen mehr als im Budget 2021, dies bei gleichbleibendem Steuersatz von 54 Prozent.

Veränderungen zeichnen sich im internationalen Steuerumfeld ab. Die G20-Staaten haben sich Mitte 2021 auf eine Mindeststeuer von 15 Prozent für global agierende Unternehmen geeinigt. Grosskonzerne sollen voraussichtlich ab 2023 dort Steuern zahlen, wo die Umsätze auch erzielt werden.

«Die Auswirkungen dieser Mindeststeuer auf die Stadt Zug können wir vorerst noch nicht beziffern. Mögliche Massnahmen sind mit dem Kanton Zug abzustimmen», sagt André Wicki.

Es sind fast 10 Prozent mehr Investitionen geplant

Den Erträgen von 313.7 Mio. Franken stehen budgetierte Aufwände von 307.2 Millionen Franken gegenüber. Die Nettoinvestitionen betragen 47.8 Mio., gegenüber dem Vorjahresbudget ein Plus von um 9.5 Prozent.

Getätigt werden diese vor allem durch das Finanzdepartement, für Liegenschaften 23.5 Millionen, für Schulbauten 8.6 Millionen, durch das Baudepartement, Verkehr und Strassen 7.9 Millionen, Stadtentwässerung 3.7 Millionen sowie Anlagen, Plätze und Werkhof 1.3 Millionen.

Der Anstieg beim Personal beträgt im kommenden Jahr 20.79 Pensen und entspricht einem Zuwachs von 3.2 Prozent. Der Hauptanteil fällt auf die Bildung mit 16 Pensen. Geschuldet ist dieser Anstieg dem starken Zuwachs an Schülerinnen und Schülern, welcher auch in den Folgejahren anhalten wird.

Der innerkantonale Finanzausgleich schlägt mit 59.6 Millionen Franken und der nationale mit 19.7 Millionen zu Buche. Das sind zwar gegenüber dem Vorjahresbudget 700'000 Franken weniger, doch mit fast 25.8 Prozent mehr als ein Viertel des Gesamtaufwandes – Tendenz gleichbleibend.

Das Budget 2022 beinhaltet eine Änderung der Rechnungslegung

Das Budget 2022 beinhaltet eine wesentliche Änderung der Rechnungslegung. Im Zusammenhang mit den zukünftigen Investitionen in Schulbauten hat die Stadt Zug in den vergangenen Jahren Vorfinanzierungen gebildet.

Inzwischen werden die ersten Bauprojekte gestartet und die dafür vorhandenen Vorfinanzierungen verwendet.

Auf das Ergebnis hat dies keinen Einfluss, da im Bereich Sachanlagen zusätzliche Abschreibungen von 4.95 Millionen Franken und ordentliche Abschreibungen von 153'200 Franken den Vorfinanzierungen von 5.1 Millionen Franken entgegenstehen.

Zug kann eine gesunde Bilanz ziehen

Die Eckpfeiler der finanzpolitischen Führung der Stadt Zug basieren auf dem Finanzhaushaltsgesetz, gesunden Gemeindefinanzen, einer attraktiven Steuerbelastung sowie einem hochstehenden Leistungsangebot.

André Wicki betont: «Mit einer Eigenkapitalquote von über 80 Prozent und einer Zinsbelastung von -0.3 Prozent gegenüber den Fiskalerträgen werden die Ziele der Finanzstrategie mehr als erreicht.»

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