Die Wasserwerke Zug AG (WWZ) hat in der ersten Jahreshälfte 2021 vom kühlen Wetter profitiert. Der positive Effekt dürfte jedoch voraussichtlich im zweiten Halbjahr wegfallen.
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Die Stadt Zug. - stadtzug.ch

Der Nettoerlös stieg in den ersten sechs Monaten 2021 nach einer schwachen Vorjahresperiode um 6 Prozent auf 120,5 Millionen Franken, wie die WWZ am Freitag mitteilte. Das betriebliche Ergebnis erhöhte sich um 4,5 Prozent auf 17,4 Millionen Franken. Der Konzerngewinn legte nicht zuletzt dank eines hohen Finanzertrages aufgrund gut laufender Kapitalmärkte um fast die Hälfte auf 20,0 Millionen zu.

Im ersten Semester erhöhte sich der Nettoerlös aus dem Stromverkauf um 10 Prozent. Aufgrund der kühlen Witterung legte auch die Nachfrage nach Heizenergie und damit nach Erdgas zu. Infolge der Preissenkungen sei der Nettoerlös aus dem Verkauf von Erdgas mit 17,2 Millionen Franken jedoch knapp unter Vorjahr geblieben, hiess es in der Mitteilung.

Im Segment Telekom konnte die WWZ zwar neue Abonnenten gewinnen, kam jedoch beim Nettoerlös wegen des hohen Preisdruckes nicht vom Fleck. Bei der Fernwärme erhöhte sich der Nettoerlös um 46 Prozent auf 3,3 Millionen Franken.

Die WWZ rechnet mit einem schwächeren zweiten Halbjahr. Der Effekt der kühlen Witterung werde voraussichtlich wegfallen, schrieb die Gruppe. Zudem seien die Beschaffungspreise für Strom und Erdgas im Jahresverlauf stark gestiegen, was die Bruttomargen drücken dürfte. Die Abschreibungen und Aufbaukosten der Fernwärme blieben hoch, jedoch stärke WWZ damit ihre Position im Bereich klimafreundlicher Energien weiter.

Beim Ausbau der Fernwärme sieht sich die WWZ auf Kurs. Zur Finanzierung des weiteren Ausbaus der Fernwärme plant WWZ die Ausgabe einer kotierten Anleihe von 100 Millionen Franken im Herbst. Die Eigenfinanzierung der Gruppe bleibe auch mit der Anleihe überdurchschnittlich hoch.

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