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Stadthaus und Bibliothek: Offene Rückzugsorte an heissen Tagen

Nau.ch Lokal
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Gut durch die heissen Tage: Die Stadt Zug weist auf einfache Schutzmassnahmen, kühle Aufenthaltsorte wie das Stadthaus und langfristige Hitzevorsorge hin.

Bibliothek Zug
Bibliothek Zug. - Keystone

Hitze gehört zunehmend zum Sommeralltag. Die Stadt Zug erinnert an einfache Schutzmassnahmen, macht auf kühle Aufenthaltsorte aufmerksam und setzt mit ihrem Hitzemassnahmenplan auf eine langfristige Anpassung an häufigere Hitzeperioden.

Sich vor Hitze schützen

Bei hohen Temperaturen ist es sinnvoll, den Tagesablauf anzupassen: die heisseste Tageszeit ruhig angehen, Schatten oder kühle Räume aufsuchen und regelmässig Wasser trinken. Leichte, wasserreiche Mahlzeiten, luftige Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenschutz helfen zusätzlich.

Auch in Innenräumen lässt sich die Hitzebelastung reduzieren: Tagsüber Fenster geschlossen halten und durch Fensterläden oder Jalousien beschatten; lüften am besten nachts oder frühmorgens.

Kühle Duschen, kalte Tücher auf Stirn und Nacken sowie Fuss- und Handbäder helfen. Wer Medikamente einnimmt oder gesundheitlich vorbelastet ist, klärt Fragen mit einer Fachperson.

Bei möglichen Hitzefolgen wie Schwäche, Verwirrtheit, Schwindel, Kopfschmerzen, Muskelkrämpfen, trockenem Mund, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall ist rasches Handeln wichtig: trinken, kühlen, einen schattigen oder kühlen Ort aufsuchen, sich hinlegen und bei Bedarf ärztliche Hilfe oder 144 kontaktieren.

Aufeinander achten

Anhaltende Hitze belastet insbesondere ältere, alleinlebende oder gesundheitlich beeinträchtigte Menschen. Ein Anruf, ein kurzer Besuch und das Angebot zu unterstützen kann bei betroffenen Angehörigen, Nachbarn oder Bekannten viel bewirken.

Im Stadthaus steht der kühle Empfangsbereich allen offen, die sich für eine Weile hinsetzen und beispielsweise eine Zeitung lesen möchten.

Dasselbe gilt für die Bibliothek Zug: Die nächsten heissen Tage sind eine gute Gelegenheit für einen Besuch, um sich der Hitze zu entziehen. Das Angebot richtet sich insbesondere an Menschen, die zu Hause keine ausreichend kühlen Aufenthaltsräume haben oder nur eingeschränkt mobil sind.

Die Stadt langfristig anpassen

Hitzeperioden sind längst keine Ausnahme mehr. Fachleute gehen davon aus, dass die Zahl der Hitzetage und die Dauer von Hitzeperioden in der Schweiz und in ganz Europa weiter zunehmen werden.

Neben dem richtigen Verhalten an heissen Tagen gewinnen deshalb auch langfristige Anpassungen an den Klimawandel zunehmend an Bedeutung.

Der Stadtrat hat dem Grossen Gemeinderat kürzlich einen kommunalen Hitzemassnahmenplan vorgelegt. Dieser bildet den Orientierungsrahmen für den weiteren Ausbau von Informations-, Präventions- und Unterstützungsangeboten sowie für die langfristige Anpassung der Stadt an die zunehmende Hitzebelastung.

Thermalmapping zeigt, wo sich Quartiere besonders stark aufheizen

Eine Grundlage bildet auch das Thermalmapping der Stadt Zug. Als wohl erste Schweizer Stadt verfügt Zug über ein flächendeckendes Netz von rund 300 Temperatursensoren, die in Echtzeit messen.

Die Daten zeigen, wo sich Quartiere und Strassen besonders stark aufheizen, und helfen dabei, Begrünungs-, Beschattungs- und weitere Klimaanpassungsmassnahmen gezielt dort umzusetzen, wo sie den grössten Nutzen entfalten.

Einfache Schutzmassnahmen und langfristige Anpassung gehen zusammen

«Hitzeperioden werden uns künftig häufiger begleiten. Umso wichtiger ist es, dass wir uns als Stadt frühzeitig darauf einstellen – mit einfachen Schutzmassnahmen für jeden Einzelnen, aber auch mit einer langfristigen Anpassung unserer Stadt», sagt Stadträtin Barbara Gysel, Vorsteherin des Departements Soziales, Umwelt und Sicherheit.

«Jeder kann mit einfachen Massnahmen etwas zum eigenen Schutz beitragen. Gleichzeitig schaffen wir mit dem Hitzemassnahmenplan und dem Thermalmapping wichtige Grundlagen, damit unsere Stadt auch in Zukunft lebenswert bleibt.»

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