Zug United verliert in Winterthur gegen Rychenberg mit 2:5 und steckt somit im Kampf um die Playoff-Plätze.
Floorball Köniz
Unihockey (Symbolbild). - Keystone

Nach der 2:5-Niederlage beim direkten Konkurrenten HC Rychenberg steckt Zug United mitten im Kampf um die Playoff-Plätze. Lange blieb die Kabinentüre von Zug United in den Katakomben der Axa-Arena in Winterthur nach der Partie geschlossen.

2:5 verloren die Zentralschweizer die Partie; es war die dritte Niederlage in den letzten vier Spielen – allesamt gegen direkte Konkurrenten im Kampf um die Playoff-Plätze. Einzig gegen das inferiore Sarnen reichte es vor Weihnachten zu einem Vollerfolg.

In die Saison gestartet, den Abstand zu den Top vier zu verringern, beträgt nun die Reserve auf das Neuntplatzierte Waldkirch-St. Gallen noch einen Verlustpunkt. Die lange Liste der Abwesenden in den letzten Wochen war zweifellos wenig hilfreich.

Harmlose Offensive

Vor allem der Puncher André Andersson, der wegen einer Corona-Infektion in Schweden festhängt, fehlte den Zugern offenkundig. «Wir schiessen nur zwei Tore, und diese erzielten Verteidiger», sagte Zugs Trainer Antti Ruokonen nach der Niederlage.

Die offensive Harmlosigkeit der Zuger offenbarte sich an diesem Abend in der wunderbaren Axa-Arena vor allerdings eher beschaulicher Kulisse in der Schlussphase. Als Levin Conrad knapp sechs Minuten vor dem Ende wegen eines Stockschlags auf die Strafbank musste, gelang es den Zugern kaum, Druck auf das Tor des stark aufspielenden Nick Schüpbach zu machen.

Im Gegenteil waren es die Zürcher, die mehrheitlich in Ballbesitz waren. Und auch als die Zentralschweizer den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzten, fanden sie keinen Weg durch die vielbeinige Abwehr des Heimteams. Vielmehr rettete Captain Tim Mock gleich mehrfach im Stile eines Eishockey-Goalies gegen Winterthurer Abschlüsse aufs leere Gehäuse, ehe auch er sechs Sekunden vor Schluss kapitulieren musste.

Ein munteres Spiel

Dabei waren die Zuger gut in die Partie gestartet und gingen durch das erste Saisontor von Manuel Staub in Führung. Der Verteidiger bezwang Schüpbach mit einem präzisen Distanzschuss.

In der Folge entwickelte sich ein munteres Spiel, in dem sich der 21-jährige Nils Schälin im Zuger Tor auszeichnen konnte und sein Talent unter Beweis stellte. Auf der anderen Seite vergaben Adrian Furger oder Alexander Hallén hochkarätige Chancen.

Kursweisend war letztlich der mittlere Spielabschnitt. Die Winterthurer kamen schwungvoller aus der ersten Pause und umspielten die Zuger Defensive gleich mehrfach. So standen Daniel Keller und Noah Aeschimann jeweils frei zentral vor dem Tor und hatten keine Mühe, das Spiel zugunsten der Gastgeber zu drehen.

Das letzte Drittel

Das Momentum auf ihrer Seite liessen die Rachenberger immer weniger zu und nutzten die sich bietenden Räume, ohne jedoch das Skore zu erhöhen. Die Vorscheidung fiel nach 41 Sekunden im dritten Drittel.

Furger verlor einen Ball in der Offensivbewegung, den Winterthurer Konter schloss Püntener aus spitzem Winkel ab. Und der Berner in Zürcher Diensten war auch am 4:1 beteiligt, das Levin Conrad nach einem Doppelpass mit ihm erzielte.

Wohl gelang Andrea Menon nur 20 Sekunden später der Anschlusstreffer. Es war dies jedoch zehn Minuten vor Schluss die gefühlt letzte brenzlige Situation für Schüpbach.

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