Gewinn der Stadt soll nicht in Pensionskasse fliessen

    Die Stadt Zug soll aus dem Gewinn 2018 keine Einlage in die Pensionskasse machen. Dies schlägt die Geschäftsprüfungskommission dem Grossen Gemeinderat vor.

    Lohn aargauer Spitalangestellte
    Schweizer Banknoten. (Symbolbild) - keystone

    Die Stadt Zug weist für das letzte Jahr bei einem Gesamtertrag von 306,1 Millionen Franken einen Ertragsüberschuss von 36,3 Millionen Franken aus. Die Stadtregierung und die vorberatende Kommission des Parlaments sind sich aber uneins, wie dieser Überschuss verwendet werden soll, wie aus den am Montag veröffentlichten Parlamentsunterlagen hervorgeht.

    Der Stadtrat möchte 23 Millionen Franken für Schulbauten verwenden, in die Pensionskasse eine Einlage von 1,6 Millionen Franken machen und eine halbe Million Franken in Zukunftsprojekte stecken.

    In der Geschäftsprüfungskommission regte sich indes Widerstand gegen die Einlage in die Pensionskasse. Diese sei top solid und habe einen Deckungsgrad von 112 Prozent. Zudem sei das ordentliche Pensionsalter der städtischen Mitarbeiter tiefer als das der Personen, die in der Privatwirtschaft arbeiteten. Auch mache die Stadt bereits jährlich einen Einschuss von 0,9 Millionen Franken in die Pensionskasse, um den Teuerungsausgleich zu finanzieren.

    Die Geschäftsprüfungskommission lehnte mit 5 zu 2 Stimmen die Einzahlung in die Pensionskasse ab, entschied aber einstimmig, 0,5 Millionen Franken des Gewinn für die Vorfinanzierung der Personalentwicklung zu verwenden. Damit wolle man anerkennen, dass das Personal gute Arbeit leiste, heisst es im Bericht der Kommission.

    Die Kommission sprach sich zudem einstimmig dafür aus, statt mit 23 Millionen Franken mit 28 Millionen Franken die Schulbauten vorzufinanzieren. Unbestritten war die halbe Million für Zukunftsprojekte. Zudem werden neu 150'000 Franken des Gewinns für Hilfeleistungen im Ausland verwendet.

    Statt 11,2 Millionen Franken bleiben nach den Beschlüssen der Geschäftsprüfungskommission noch 7,2 Millionen Franken übrig, die im Konto der kumulierten Ergebnissen der Vorjahre gutgeschrieben werden können. Der Grosse Gemeinderat behandelt die Rechnung am 4. Juni.

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