Die Schulanlage Loreto in Zug wird mit zwei zusätzlichen Trakten erweitert. Die zusätzlichen Räume sollen der Zuger Kultur zur Verfügung stehen.
Schüler
Schüler sitzen im Klassenzimmer einer Schule (Symbolbild). - Keystone

Wie die Gemeinde Zug berichtet, wird das Schulhaus Loreto mit zusätzlichen Räumen für die Kultur erweitert. Die Schulanlage Loreto platzt aus allen Nähten. Sämtliche Raumreserven sind ausgeschöpft.

Die Schulanlage wird mit zwei zusätzlichen Trakten erweitert. Das Stadtparlament stimmte dem Objektkredit in der Schlussabstimmung einstimmig zu.

Vorgängig erhöhte es jedoch den Kredit um 0,85 auf 20,65 Millionen Franken. Die erhöhten Baukosten dienen der vollständigen Unterkellerung eines der beiden Schulhaustrakte. Die zusätzlichen Räume sollen der Zuger Kultur zur Verfügung stehen.

Zwei neue Trakte

Die Schulanlage Loreto wird mit zwei neuen Gebäuden erweitert, einem Trakt sechs auf der Seite Ägeristrasse und einem Trakt sieben auf der Seite Löberenstrasse. In Trakt sechs befinden sich hauptsächlich Räume für die schulische Nutzung, im Trakt sieben sind Räume für die schulergänzende Betreuung und für den Hauswirtschaftsunterricht geplant.

Für die Erweiterung der Schulanlage Loreto beantragte der Stadtrat dem GGR einen Objektkredit von 19,8 Millionen Franken.

In ihrem einleitenden Votum erinnerte Bauchefin Eliane Birchmeier an die Dringlichkeit von zusätzlichem Schulraum in der Stadt. Das Projekt sei ein architektonisches Vorzeigeprojekt, das hervorragend zur bisherigen Schulanlage passe und mit vertretbaren Kosten realisiert werden könne.

Sie bot Hand, eine durchgehende Unterkellerung von Trakt sieben in die weitere Planung und Realisierung aufzunehmen, falls dies der Grosse Gemeinderat (GGR) wolle.

Mitte-Fraktion begrüsste das Projekt

Die Mitte-Fraktion begrüsste das Projekt. Sie möchte jedoch Trakt sieben unterkellern und stellte den Antrag, den Objektkredit entsprechend auf 20,65 Mio. Franken zu erhöhen.

Die SP-Fraktion stimmte der Erweiterung der Schulanlage Loreto im Grundsatz ebenfalls zu. Dem jungen Architektenteam aus Zug sei es gelungen, die bestehende Schulanlage mit zwei sehr stimmigen Neubauten zu ergänzen.

Allerdings forderte auch die SP-Fraktion für den Trakt sieben zwingend eine durchgehende Unterkellerung des Gebäudes für eine Nutzung durch Vereine, Kulturschaffende usw. Der Bedarf dafür sei ausgewiesen.

Optimale Verdichtung

Es gehe nicht an, dass man über Verdichtung spreche, um dann bei städtischen Schulbauten auf die optimale Nutzung der Bauflächen und Baukörper zu verzichten.

Für die FDP-Fraktion wird die Schulanlage Loreto mit dem vorliegenden Projekt optimal verdichtet und genutzt. Dass die nachbarschaftlichen Interessen berücksichtigt werden, zeige die geringere Höhe von Trakt sechs besonders gut.

Beim Trakt sieben sei es wichtig, dass die Gespräche mit den Nachbarn geführt werden. Dies mit dem Ziel, dass die grundbuchrechtliche «Höhenbeschränkung» gelöscht werde und beide Trakte, auch der Trakt sieben, später ausgestockt werden könnten.

Auch die Fraktionen ALG-CSP und die GLP lobten das ausgewählte Siegerprojekt des Wettbewerbs und die Verdichtung ohne Tangieren des Aussenraums. Sie monierten ebenfalls die fehlende Unterkellerung.

Grosse Zustimmmung

Die SVP-Fraktion erklärte, sie unterstütze die Unterkellerung und den Antrag der SP, die Nutzung der Unterkellerung primär für die Kultur zu realisieren.

Dem Antrag von Die Mitte (unterstützt von der SP) und auf den zusätzlichen Betrag von 850'000 Franken für eine Unterkellerung wurde im Stimmenverhältnis 35 zu null (bei einer Enthaltung) zugestimmt. In der Schlussabstimmung stimmte der GGR der Vorlage im Stimmenverhältnis 36 zu null einstimmig zu. Damit kann der Trakt sieben vollständig unterkellert werden.

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