Die Städte Zofingen und Aarau werden Schauplatz für ein spezielles Pilotprojekt mit Bürgerbeteiligung zum Thema Hitze.
Dürre
Ein Sprinkler bewässert ein trockenes Feld während einer anhaltenden Hitzewelle. - Keystone

Die Hitze drückt und lässt einem kaum mehr Luft. Besonders in Städten, also an Orten die grossflächig überbaut und wenig begrünt sind, steigen die Temperaturen im Sommer exponentiell an.

Auf der Klimakarte kann man einsehen, wo im Aargau solche «Hitzeinseln» entstehen. Das Phänomen der aufeinander folgenden Hitzetage, so genannte Hitzewellen, tritt immer häufiger, länger und intensiver auf. Das hat verschiedene Auswirkungen auf das alltägliche Leben und insbesondere auf die Gesundheit.

Temperaturmessungen im August sollen Hitze-Hotspots aufdecken

Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau lanciert im August 2021, zusammen mit dem Aargauer StartUp für Bürgerwissenschaften «catta», ein Projekt, in welchem Bewohnerinnen und Bewohner der Städte Zofingen und Aarau zum Thema Hitze forschen.

Dazu werden – gemeinsam mit den Teilnehmenden – in beiden Städten Standorte festgelegt, an denen während zwei Wochen im August regelmässig und mit identischen Geräten die Temperatur gemessen wird. Die Resultate werden notiert und zusammengetragen, ausgewertet und mit den Hitzekarten des Kantons verglichen. Ziel ist, die so gesammelten Daten den zuständigen Gemeindevertretenden zu übergeben, damit die Verringerung der so genannten Hitze-Hotspots bei zukünftigen planerischen Aufgaben berücksichtigt wird.

Raketenglacé als Messstation

Während des Projekts werden Raketenglacé-Schmelzaktionen durchgeführt, in welchen an verschiedenen Orten in Zofingen und Aarau eine Raketenglacé geschmolzen und fotografisch festgehalten wird, wie die Glacé nach einer bestimmten Zeit in der Sonne aussieht. Alle Details zum Glacéschmelzen werden demnächst auf der Projektwebseite der Stadt veröffentlicht.

Forscherinnen und Forscher gesucht

Am Projekt können alle interessierten Personen teilnehmen. Es braucht keine Vorkenntnisse. Wer sich fürs Mitmachen interessiert, kann sich bis zum 9. August 2021 per Mail anmelden. Am 11. August 2021 abends sind alle Angemeldeten zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Dort können Interessen und Ideen eingebracht und gemeinsam definiert werden, welche Orte in der Stadt vermessen werden sollen und wer wann Zeit dafür hat.

Informationen zum Projekt und Anmeldung sind auf der Internetseite Zofingen zu finden.

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