Die Strompreise 2022 für Privat-, Gewerbe- und Industriekunden steigen durch höhere Energie- und Netzkosten.
Ein Stromzähler in einem privaten Haushalt. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Ein Stromzähler in einem privaten Haushalt. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

Wie die Gemeinde Villmergen berichtet, steigen die Strompreise 2022 für Privat-, Gewerbe- und Industriekunden durch höhere Energie- und Netzkosten. Höhere Energiebeschaffungskosten und höhere Infrastrukturkosten im Netz führen zu Preiserhöhungen zwischen fünf und neun Prozent.

Ein Vierpersonenhaushalt von 4'500 kWh Jahresverbrauch wird im Jahr 2022 zusätzlich mit rund 46 Franken belastet. Der Strompreis setzt sich aus den drei Komponenten Netznutzung, Energielieferung und den Abgaben zusammen. Jeder dieser Komponenten unterliegt unterschiedlichen Einflüssen.

Auflösung von Deckungsdifferenzen

Netznutzung: Steigende Kosten beim vorgelagerten Netz sowie höhere eigene Infrastrukturkosten auf der Niederspannungsebene führen zu einer Preiserhöhung im Netz.

Der Systemdienstleistungstarif (SDL) der Swissgrid ist mit 0.16 Rappen pro Kilowattstunde auf Vorjahresniveau. Energielieferung: Die Kunden profitieren von der Auflösung von Deckungsdifferenzen aus den Vorjahren. Trotzdem steigen die Preise aufgrund von höheren Be-schaffungskosten im Energiehandel.

Abgaben: Der gesetzlich maximal zulässige Netzzuschlag für die kostendeckende Einspeisevergütung mit 2.20 Rappen pro Kilowattstunde, die Schutzabgaben für Gewässer und Fische mit 0.10 Rappen pro Kilowattstunde und die Leistungen an die Einwohnergemeinde (Konzessionsabgaben) bleiben 2022 ebenfalls unverändert.

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