Das Einjährige Berufkraut schadet der Biodiversität und fordert alle heraus. Die Bevölkerung wird aufgefordert, bei der Bekämpfung des Berufkrauts mitzuhelfen.
Othmarsingen Einfahrt von Hendschicken - Othmarsingen
Othmarsingen Einfahrt von Hendschicken - Othmarsingen - nau.ch / jpix.ch

Wie die Gemeinde Othmarsingen berichtet, ist das Einjährige Berufkraut ist ein invasiver Neophyt, der sich stark ausbreitet. Aus Einzelpflanzen entstehen schnell dichte Bestände. Betroffen sind v.a. die Landwirtschaft, Naturschutzflächen, Magerwiesen, Strassenränder, Flachdächer und Industriebrachen. Den Landwirten können dadurch Beiträge gekürzt werden.

Einzelpflanzen können gut bekämpft werden. Bei grossen Beständen ist die Bekämpfung aufwändig und teuer. Die Bevölkerung wird aufgefordert, bei der Bekämpfung des Berufkrauts mitzuhelfen. Die Resultate aus Pilotprojekten zeigen, dass eine Fläche mit der nötigen Achtsamkeit frei gehalten werden kann, auch wenn die Nachbarfläche voll von Berufkraut ist. Einzelpflanzen sollen in einer sonst freien Fläche sofort ausgerissen werden.

Mithilfe bei der Bekämpfung

Sollte man mit der Bekämpfung nicht nachkommen, sollte man versuchen die Bestände wenigstens rechtzeitig vor der Blüte zu mähen, so dass die Pflanzen nicht zum Blühen und Versamen kommen. Das Schnittgut muss abtransportiert und sicher entsorgt werden. Dies ist keine Bekämpfungsstrategie. Es verhindert lediglich ein noch grösseres Samenreservoir im Boden und schont Nachbarflächen vor der Einsamung. Achtung: Das Berufkraut bildet im gleichen Jahr trotzdem noch Blüten mit keimfähigen Samen. Diese Variante sollte nur im äussersten Notfall angewendet werden. Weiter besteht die Gefahr der Verschleppung durch Maschinen, Fahrzeuge und Ladewagen.

Oft kennen Eigentümer von befallenen Flächen das Einjährige Berufkraut oder die Problematik von Neophyten nicht. Dann hilft es, betroffene Eigentümer aufzuklären, um sie so zur Mithilfe bei der Bekämpfung zu motivieren. Man kann mithelfen, indem man diese Leute zum Beispiel mit diesem Aufruf und dem Merkblatt informiert.

Nur eine koordinierte, mehrjährige Bekämpfung mit langfristiger Nachsorge führt zum Erfolg.

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