Winterthurer Stadtrat lässt sich in Sachen Kultur nicht drängen

    Ein grosses Kulturangebot allein reicht noch nicht, um als «Kulturstadt» wahrgenommen zu werden. Winterthurer Kulturschaffende forderten vom Stadtrat deshalb eine bessere Vermarktung. Dieser winkt jedoch ab. Das sei bereits umgesetzt oder bringe nur zusätzliche Bürokratie.

    Winterthur
    Blick auf die Stadt Winterthur. - Keystone

    Im September 2019 reichten Kulturschaffende beim Stadtrat eine Petition mit dem Titel «Kulturstadtplan jetzt» ein. Darin forderten rund 2200 Personen mehr Sichtbarkeit der Winterthurer Kultur und ein stärkeres Kulturbewusstsein innerhalb der Stadtverwaltung.

    Stadtpräsident Michael Künzle (CVP), der für die Kultur zuständig ist, will sich davon aber nicht drängen lassen. Das Anliegen renne beim Stadtrat offene Türen ein, schreibt er in seiner Antwort vom Donnerstag. Das Anliegen sei aber grösstenteils schon erfüllt.

    Als Beispiel nennt er die im vergangenen Jahr neu geschaffene Stelle für Kulturmarketing. Bei Stadtentwicklungs- und Bauprojekten wolle die Verwaltung zudem weiterhin situativ entscheiden, ob und in welcher Form die Kulturszene mit eingebunden werde.

    Künzle zeigte zwar Verständnis für die Forderung einer internen «Verwaltungsgruppe Kultur». Er hält den Vorschlag jedoch für «zu wenig zielführend».

    Eine solche Arbeitsgruppe vergrössere nicht nur unweigerlich den Verwaltungsapparat. Sie rufe auch bei anderen Anspruchsgruppen Begehrlichkeiten hervor, deren Erfüllung nicht realistisch sei. Die Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung mit Fokus auf Kultur sei zudem bereits intensiviert worden.

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